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Fall Augustin: RBL und französischer Verband nähern sich an

Umstrittenes Talent: Jean-Kévin Augustin (Foto: imago).

Umstrittenes Talent: Jean-Kévin Augustin (Foto: imago).

RB Leipzig und der Französische Fußball-Verband FFF haben sich erstmals seit dem Abstellungseklat um Stürmer Jean-Kévin Augustin wieder verständigt.

Der FFF stellte dem Bundesligist in Aussicht, dass in den kommenden Wochen ein klärendes Treffen stattfinden könne. Das teilte RB auf Anfrage mit.

Weil Augustin seine Teilnahme an U21-Länderspielen im September abgesagt hatte, dann aber in Leipzig ein Testspiel bestritt, hatte die FFF beim Fußball-Weltverband Fifa Beschwerde eingelegt. Aus Angst vor einer drohenden Sperre hatte RB Augustin gegen Hannover (3:2) vorbeugend aus dem Kader gestrichen. Ob eine Abstellungspflicht für U-Nationalspieler besteht, ist derzeit juristisch unklar. RB hatte sich bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) versichert, dass eine solche Pflicht nicht besteht. Frankreich und die Fifa sehen das offenbar anders.

Seitdem hatte RB laut Trainer Ralf Rangnick mehrfach versucht, Kontakt zum französischen Verband aufzunehmen. Doch die Franzosen ignorierten die Gesprächsanfragen von RB Leipzig bislang. Auch persönliche Kontakte halfen dabei nichts. Sportkoordinator Jochen Schneider versuchte vergebens, den früheren Karlsruher Bundesligaprofi Marc Keller, nun in Frankreichs Verband für den Nachwuchs verantwortlich, zu erreichen. Nun kommt offenbar endlich Bewegung in die Sache.

Zuletzt war von Leipzigs französischen Quartett lediglich Dayot Upamecano zu Auswahlspielen eingeladen. Augustin wurde ebenso nicht berücksichtigt wie Ibrahima Konaté und Nordi Mukiele. (RBlive/uk)