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„Spiel komplett im Griff”: Zufriedener Rangnick erklärt seinen Zettel-Kniff

Daumen hoch: Ralf Rangnicks Kniff führte RB auf die Siegerstraße (Foto: imago).

Daumen hoch: Ralf Rangnicks Kniff führte RB auf die Siegerstraße (Foto: imago).

Dass RB Leipzig so souverän mit 2:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow gewonnen hat, hing mit einem taktischen Kniff von Trainer Ralf Rangnick zusammen. Nach der Partie erklärte der 60-Jährige zufrieden, was er Kevin Kampl durchgegeben hatte. Aus dem Stadion berichtet Ullrich Kroemer.

Ralf Rangnick: „Schießt jetzt sofort zwei Tore”

Ralf Rangnick war nach dem Europa-Pokal-Sieg gegen Celtic Glasgow zu Scherzen aufgelegt. „Schießt jetzt sofort zwei Tore”, habe auf dem Zettel gestanden, den er Kevin Kampl in der 22. Minute zusteckte.

Natürlich schob Rangnick noch die korrekte Erklärung hinterher. „Wir haben uns entschieden, auf ein 4-3-1-2 umzustellen und Bruma zentral direkt auf Glasgows Sechser Eboué Kouassi drauflaufen zu lassen”, erklärte Rangnick.

„Ab dem Moment hatten wir a) mehr Zugriff und b) über unsere linke Seite mit Kevin Kampl und Marcelo Saracchi viele gute Möglichkeiten. Da haben wir Celtic viele Probleme bereitet. Für die Mannschaft war es dann angenehmer aus dieser Ordnung heraus, gegen Celtic zu spielen. Wir hatten das Spiel dann komplett im Griff.”

Yvon Mvogo: „Chapeau an unseren Trainer”

Auch die Spieler waren voll des Lobes über die Umstellung von Taktikfuchs Rangnick. „Die Systemumstellung war der Schlüssel, Chapeau an unseren Trainer, der damit den Sieg geholt hat”, sagte Torhüter Yvon Mvogo. „Wir haben dann mit drei Sechsern gespielt und Bruma hat auf der Zehn den Sechser der Schotten zugestellt”, erklärte Zetteladressat Kampl. „Das hat super funktioniert.”

Und auch Rangnicks Kollege Brendan Rodgers zollte seinem Gegenüber Respekt. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, nach 25 Minuten hat Ralf Rangnick taktisch umgestellt. Das hat die Sache für uns schwieriger gemacht. Das 0:1 ist durch Fehler in der Defensive entstanden, die nicht passieren dürfen. In den Schlüsselmomenten waren wir nicht wach genug“, ärgerte sich der Nordire über den weitgehend wehrlosen Auftritt seines Teams.

RB hat nun vor dem Rückspiel in Glasgow in zwei Wochen eine hervorragende Ausgangsposition, um frühzeitig den Einzug den Einzug in die K.o.-Runde klar zu machen. „Wenn wir jetzt in zwei Wochen im Celtic-Park gewinnen oder zumindest einen Punkt holen, wäre das ein Riesenschritt. Bei einem Sieg wären wir schon fast durch”, sagte Rangnick. „Nach dem misslungenen Start gegen Salzburg ist das eine tolle Geschichte.”

Rangnick über Zettel-Kommunikation: „Es war heute lauter”

Übrigens: Warum Rangnick einen Zettel zur Kommunikation wählte, erklärte der Schwabe so:  „Erstens war es heute lauter und durch den Zettel war es für jeden klar, auf welcher Position seine Rolle ist. Kevin ist ein Spieler, der in der Lage ist, das weiterzugeben.” Dass der Trick so schnell funktionierte, hat Rangnick „positiv überrascht, dass innerhalb von einer Minute jeder wusste, wo er zu spielen hat.”