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Hochinteressanter Spieler, aber zu teuer für Ralf Rangnick und RB Leipzig: Kieran Tierney von Celtic Glasgow. (Foto: Imago)

Hochinteressanter Spieler, aber zu teuer für Ralf Rangnick und RB Leipzig: Kieran Tierney von Celtic Glasgow. (Foto: Imago)

Nicht genug Geld für Celtic-Talente – Bayern-Neuzugang zu schwach für RB Leipzig?

Wie RB Leipzig lebt auch Celtic Glasgow davon, junge Spieler zu entwickeln. In den letzten Jahren gelang das vor allem bei Virgil van Dijk oder Moussa Dembele besonders gut. Beide verpflichteten die Schotten sehr jung und konnten sie später mit deutlichem Gewinn weiterverkaufen.

Im aktuellen Kader sind vor allem Kieran Tierney und Odsonne Edouard sehr jung und verfügen über eine sehr gute sportliche Perspektive. Tierney, der Mann für die linke Seite, kommt aus dem Celtic-Nachwuchs und debütierte bereits mit 18 in der schottischen Nationalelf. An ihm sollen verschiedene Topklubs aus Europa interessiert sein. Edouard holte Celtic vor der Saison von Paris Saint-Germain. Für den Stürmer bezahlte man allerdings auch rund zehn Millionen Euro.

RB-Geld reicht nicht für Celtic-Spieler?

Die beiden jungen Spieler und der schon 25-jährige Callum McGregor sind auch Ralf Rangnick nicht entgangen. „Sie sind alle drei richtig gute, talentierte Spieler. Speziell Linksverteidiger Kieran Tierney ist einer der hochinteressanten Spieler in Europa“, lobt der Trainer von RB Leipzig das Trio.

Den Verdacht, dass RB Interesse an den Spielern haben könnte, versucht er aber gleich wieder zu zerstreuen. „Wir haben nicht das Geld dafür“ verweist Rangnick darauf, dass ein Tierney beispielsweise inzwischen in Dimensionen gehandelt wird, bei denen Leipzig trotz hoher Ablösesummen in den letzten Jahren nicht mithalten kann. Im Sommer hatte Ralf Rangnick zumindest Transfers mit einer Ablöse von über 30 Millionen Euro ausgeschlossen.

Alphonso Davies zu schwach für RB Leipzig, aber gut genug für die Bayern?

Dass für RB Leipzig das Thema Geld aber auch kein ganz ernstes ist, zeigte sich unter anderem im letzten Winter, als man bereit war für den erst 16-jährigen Umaro Embalo kolportierte 15 Millionen Euro Sockelablöse zu zahlen. In eine ähnliche Dimension hätten Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick vorstoßen müssen, hätte man Alphonso Davies aus der Major League Soccer verpflichten wollen. Für mehr als zehn Millionen Euro wechselt der Kanadier im Januar von den Vancouver Whitecaps zu Bayern München.

An dem 17-Jährigen soll auch RB Leipzig Interesse gehabt haben. Wie Sportbild (Print) berichtete, hatte der Verein das Talent auch schon gescoutet. Allerdings sei er von Ralf Rangnick als nicht tauglich für Leipzig befunden worden. Anders sah das bei Dortmunds Jadon Sancho aus, den RB gern gehabt hätte, der sich aber für Dortmund entschied.

Transfer von Kylian Mbappe scheitert an offener Trainerfrage

Auch Kylian Mbappe hatte Ralf Rangnick einst ganz oben auf dem Zettel. Anfang 2015 hatte er über einen Wechsel nach Leipzig verhandelt. Die Verpflichtung scheiterte schließlich daran, dass zu jener Zeit unklar war, wer ab 2015/2016 Trainer im Verein sein würde.

„Der Vater von Kilian hat damals zu mir gesagt, wenn ich sicher sagen könnte, dass ich Trainer werde, dann würde er mir den Jungen sofort anvertrauen“, erzählte Ralf Rangnick später die Geschichte des geplatzten Wechsels des heutigen Superstars von Paris Saint-Germain.

RB Leipzig immer wieder mit Transferausgaben für Talente

RB Leipzig wird gerade bei Spielern bis 18 Jahren immer wieder als Interessent ins Gespräch gebracht. In der Länderspielpause waren die Namen Mohamed Daramy, Phil Foden und James Hudson-Odoi als Gerücht aufgetaucht. Vor einem Jahr hatte der Klub Noah Holm (damals 16) für eine mittlere sechsstellige Summe aus Norwegen geholt. Anfang 2018 hatte RB für Mads Bidstrup (damals 16) rund zwei Millionen Euro gezahlt.

Im Sommer war dann der ebenfalls 16-jährige Matthew Bondswell für eine niedrige sechsstellige Ausbildungsentschädigung aus England gekommen. Durchaus viel Geld, das in sehr junge Talente gesteckt wird. Für die interessanten Talente von Celtic reicht das Geld Ralf Rangnick zufolge aber nicht.

(RBlive/ mki)