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„Mit dem Luftgewehr herunterschießen wie Wildgänse?”: Rangnicks kurioser Schalke-Vergleich

Will auch künftig keine Bälle vom Himmel schießen: Ralf Rangnick (Foto: imago).

Will auch künftig keine Bälle vom Himmel schießen: Ralf Rangnick (Foto: imago).

Mit einer kuriosen Metapher hat Ralf Rangnick einen Tag nach dem 0:0 von RB Leipzig gegen den FC Schalke den Spielstil der Gäste umschrieben. Die Taktik der Gelsenkirchener nannte er „für einen Champions-League-Teilnehmer ungewöhnlich”.

Dass Schalke nicht besonders viel Wert auf geordnetes Aufbauspiel legte, zeigte schon die Passstatistik. Lediglich gut 55 Prozent der Zuspiele fanden einen Mitspieler. Vor allem in der zweiten Hälfte hatte sich Schalke nur noch darauf beschränkt, lange Bälle nach vorn zu schlagen.

Einen Tag nach der Partie übte RB-Trainer Ralf Rangnick Stilkritik an der Taktik seines Kollegen Domenico Tedesco. „Die Art und Weise wie Schalke gespielt hat, war für einen Champions-League-Teilnehmer ungewöhnlich. Das sage ich so wertfrei wie ich nur kann”, sagte Rangnick bei der Pressekonferenz am Montagmittag.

Rangnick: „Herunterschießen, dass der Ball tot herunterfällt?”

Lakonisch kommentierte Rangnick: „Es kam ein langer Ball nach dem anderen geflogen. Was willst du da machen? Die mit dem Luftgewehr herunterschießen, dass der Ball irgendwann mal tot herunterfällt? Das finde ich schon bei Wildgänsen nicht gut. Und im Fußball macht das wenig Sinn.”

So habe sein Team jedes Mal hinterhersprinten und neu aufbauen müssen, was Schalke Zeit gab, seine Defensivreihen zu ordnen. „Es gehören bei solchen Spielen immer zwei Mannschaften dazu. Dass wir plötzlich 63 Prozent Ballbesitz hatten, war so nicht geplant und gewünscht. Aber wenn der Gegner den Ball nach fünf Sekunden Ballbesitz wieder 40, 50 Metern nach vorn kickt, musst du ihn ja aufsammeln und irgendetwas mit ihm machen. Man kann ihn ja nicht frei rumrollen lassen”, sagte Rangnick durchaus genervt. Auch eine Erklärung für Leipzigs mangelnde Kreativität und Torgefahr.

Tedesco hatte nach der Partie gesagt: „Wir wollten nicht ins offene Messer laufen, wollten es vermeiden, in bestimmte Zonen zu spielen.” Das habe sein Team gut umgesetzt. „Aber drei Punkte wären heute zu viel des Guten gewesen”, erkannte auch der Schalker Trainer. (RBlive/uk)