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Schwächster Zuschauerzuspruch der RB-Pokalgeschichte – Solidarität mit den RainbowBulls

RB-Fans solidarisieren sich beim Spiel zwischen RB Leipzig und Hoffenheim mit den RainbowBulls. (Foto: Imago)

RB-Fans solidarisieren sich beim Spiel zwischen RB Leipzig und Hoffenheim mit den RainbowBulls. (Foto: Imago)

Beim DFB-Pokalspiel zwischen RB Leipzig und der TSG Hoffenheim reagierten die RB-Fans auf homophobe Beschimpfungen am Rande des Heimspiels gegen Schalke 04. Im Stadion verfolgten vergleichsweise wenige Fans die Begegnung.

RB-Fans solidarisieren sich mit RainbowBulls und wenden sich gegen Homophobie

Nach dem Spiel gegen Schalke 04 hatte der schwul-lesbische Fanklub RainbowBulls auf homophobe Beschimpfungen aus dem Schalke-Block aufmerksam gemacht. Während des Spiels gegen Hoffenheim nutzten die RB-Anhänger die Gelegenheit, um sich mit dem RB-Fanklub zu solidarisieren.

In der 60. Minute wurden gleich zwei Banner zum Thema gezeigt. „RainbowBulls, wir stehen zusammen. Kein Platz für Homophobie“, hieß es auf einem Banner im Herzen des Fanblocks. „Völlig egal, wer wen liebt!“, titelte ein anderes im Oberrang von Sektor A. Dazu waren auch diverse Regenbogenfahnen zu sehen, die als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung gilt.

RB Leipzig an der Seite der RainbowBulls – Fanklub bedankt sich bei Facebook

RB Leipzig hatte sich bei Twitter bereits vor dem Spiel an die Seite der RainbowBulls gestellt. „Wir bedauern die Vorfälle bei #RBLS04 sehr und arbeiten diese auf. Die #RainbowBulls sind ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Fankultur und wir unterstreichen nochmals, dass wir für Toleranz und Vielfalt stehen – im und außerhalb des Stadions. Wir stehen an eurer Seite! #UnserBallistBunt“, hieß es dort in klaren Worten.

Die RainbowBulls bedankten sich anschließend bei Facebook für die Aktionen. „Vielen Dank an alle die heute mitgemacht haben, für eure Unterstützung und Solidarität, ein Zeichen zu setzen gegen Diskriminierung in jeglicher Form.“ Besonderer Dank ging dabei an die Rasenballisten und den Fanverband Leipzig.

Schlechtester RB-Pokalbesuch aller Zeiten

Unterdurchschnittlich viele Zuschauer erlebten live vor Ort die Bekundungen pro RainbowBulls. Lediglich reichlich 21.000 Zuschauer versammelten sich in der Red Bull Arena zum Pokalspiel gegen Hoffenheim. Noch nie waren so wenig Zuschauer zu einem RB-Heimspiel im DFB-Pokal gekommen. Bisher lag die Minuskulisse bei reichlich 24.000 Zuschauern beim Erstrundenspiel gegen Paderborn im Jahr 2014. Im Vorjahr war das Stadion beim Spiel gegen Bayern München in der zweiten Runde des DFB-Pokal noch restlos ausverkauft.

„Wir wünschen uns immer ein volles Stadion. Aber ich habe Verständnis dafür, zumal wir alle drei Tage ein Heimspiel haben“, hatte Ralf Rangnick vor der Partie zur Kulisse erklärt. Er verstehe, wenn Fans mit Kindern sich die Partie lieber von der Couch aus im TV anschauen. Zudem sei ein Spiel gegen Hoffenheim „bei allem Respekt“ keins, das ein Stadion vollmacht. Vereinsseits wurde am Rande des Spiels darauf verwiesen, dass man in den Spielen gegen Celtic, Glasgow und Hoffenheim insgesamt über 100.000 Besucher begrüßen konnte, fast 34.000 pro Spiel.

Zuschauerzuspruch bei RB Leipzig auch in der Bundesliga rückläufig

Der Zuschauerzuspruch bei RB Leipzig ist allerdings auch in der Bundesliga rückläufig. Zu den drei Spielen gegen Schalke, Hannover und Stuttgart kamen bisher im Schnitt knapp 4.000 Fans weniger als in der Vorsaison zu denselben Spielen. Die Spiele gegen Düsseldorf und Nürnberg, gegen die RB Leipzig letzte Saison nicht antrat, lagen zudem auch unter dem Gesamtzuschauerschnitt der letzten Saison.

Geringes Interesse an TV-Übertragung der Partie Leipzig gegen Hoffenheim

Für geringes Interesse sorgte auch die TV-Übertragung der Partie zwischen RB Leipzig und der TSG 1899 Hoffenheim. Lediglich rund 4,2 Millionen Menschen schalteten laut meedia.de in der ARD die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal ein. Am Vorabend waren es beim Spiel zwischen Rödinghausen und Bayern noch 5,76 Millionen Fans gewesen. Vor einem Jahr hatte die Partie zwischen Leipzig und Bayern mit 8,9 Millionen Zuschauern für Quotenrekorde gesorgt. Jeder dritte TV-Zuschauer entschied sich damals für das RB-Spiel.

In der aktuellen Spielzeit liegt RB Leipzig in der Bundesliga in der Einschaltquoten-Tabelle bei Sky bisher auf Rang 5 in einem engen Pulk von sieben Teams, die deutlich weniger TV-Zuschauer haben als Bayern, Dortmund und Schalke. In der Bundesliga hatte die Partie Hoffenheim gegen Leipzig mit 110.000 Zuschauern am Samstagnachmittag noch die beste Quote aller Spiele an diesem Spieltermin und eine für Sky-Verhältnisse ordentliche Quote eingefahren.

(RBlive/ mki)