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Fanverband distanziert sich von Bannern im RB-Fanblock

„Gegen Kollektivstrafen”: Das einzige Hertha-Banner beim Spiel gegen RB Leipzig (Foto: dpa).

„Gegen Kollektivstrafen”: Das einzige Hertha-Banner beim Spiel gegen RB Leipzig (Foto: dpa).

Für Wirbel haben beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC zwei Banner im Block von RB Leipzig gesorgt. Der Fanverband von RB Leipzig, ein Zusammenschluss verschiedener Fanclubs, distanzierte sich nun von der Aktion.

„Cops knüppeln, Fans büßen – gegen Polizeigewalt“, stand auf einem der Banner. Und auf einem anderen: „Täter in Uniform.“ Damit nahmen die betreffenden RB-Fans Bezug auf Auseinandersetzungen am Rande des Spiels zwischen Dortmund und Hertha in der Woche zuvor. Dabei waren Hertha-Fans auf Polizisten losgegangen, weil diese versucht hatten, eine Blockfahne zu beschlagnahmen, die zu Spielbeginn genutzt wurde, um eine Pyro-Aktion vorzubereiten.

Hertha verbietet verschiedene Fanutensilien

Als Folge der Auseinandersetzungen hatte Hertha BSC beim Spiel gegen RB diverse Fanutensilien verboten, darunter Blockfahnen und Doppelhalter. Die Hertha-Kurve verzichtete daraufhin komplett Beflaggung ihres Blocks und rief einen Stimmungsboykott aus. Einzig ein „Gegen Kollektivstrafen“-Banner wurde zu Spielbeginn gezeigt, um gegen die Maßnahmen der Vereinsführung zu protestieren.

„Sicher kann man zu den Vorfällen im Spiel Dortmund gegen Hertha unterschiedlicher Meinung sei“, gesteht der Fanverband bei RB Leipzig ein. Möglicherweise sei ein deeskalierenderer Einsatz der Polizei möglich gewesen. Auch der Kollektivbestrafung aller Fans im Stadion durch Herthas Verbpt verschiedenster Fanutensilien könne man kritisch gegenüber stehen.

Fanverband von RB Leipzig distanziert sich deutlich von Bannern

Allerdings distanziere man sich „deutlich“ von den beiden Aussagen auf den Bannern von RB-Anhängern. „Uns ist unverständlich, wie man aus den Bildern und den gefühlt 100 Handyvideos die Schuld an der Eskalation ausschließlich auf den Rücken der Polizei lädt.“

Man fordere die Verursacher der Banner auf, „zu ihrer Meinung und der damit einhergehenden Verantwortung zu stehen und sich öffentlich dazu zu bekennen.“ Entgegen des sonst üblichen Vorgehens waren die Banner nicht mit der dafür verantwortlichen Gruppe gekennzeichnet. „Sich in der Anonymität zu verstecken und den Block zu vereinnahmen hingegen ist feige“, findet der Fanverband klare Worte.

Man stehe „für weitere Gespräche gerne zur Verfügung. Ansonsten setzen wir uns auch in Zukunft, zusammen mit allen Fans und Gruppierungen, entsprechend unseres Leitbildes, für eine klare Haltung gegen Gewalt, Rassismus, Diskriminierung und Homophobie ein.“