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Wegen Augustin & Co.: Aussprache mit französischem Verband am Dienstag

Französisches Quartett bei RB Leipzig: Jean-Kévin Augustin, Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele (Foto: imago).

Französisches Quartett bei RB Leipzig: Jean-Kévin Augustin, Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele (Foto: imago).

Ende der Eiszeit: Der französische Fußball-Verband (FFF) und eine Delegation von RB Leipzig wollen die Dissonanzen der vergangenen Wochen klären. Von Ullrich Kroemer.

Dafür reist eine Delegation von RB Leipzig in die französische Hauptstadt Paris. Für RB verhandeln nach RBlive-Informationen Sportkoordinator Jochen Schneider – Ralf Rangnicks rechte Hand bei RB – und Berater Gérard Houiller. Der 71-Jährige ist seit Jahren als externer Mitarbeiter für die Red-Bull-Fußballklubs tätig, auch um den französischen Markt zu sondieren. Der frühere französische Nationalspieler arbeitete unter anderem an diversen Transfers von Talenten aus den französischen Ligen nach Leipzig und Salzburg mit.

Die FFF wird vertreten von Marc Keller, der einst beim Karlsruher SC in der Bundesliga gespielt hatte und aus seiner Zeit in Süddeutschland den Ex-Stuttgarter Jochen Schneider gut kennt. Dennoch hatte Keller zunächst wochenlang nicht auf Anfragen von Schneider geantwortet, nachdem der Streit um die Abstellung des U21-Nationalspielers Jean-Kévin Augustin eskaliert war. Nachdem Augustin eine Länderspielreise im September wegen „muskulärer Müdigkeit” abgesagt hatte, jedoch trotzdem 45 Minuten in einem Testspiel für RB zum Einsatz kam, hatte der französische Verband Beschwerde beim Fußball-Weltverband Fifa eingelegt.

RB Leipzig will wieder Verhältnis zum französischen Verband herstellen

Bei dem Treffen geht es RB nun darum, sich zu erklären und überhaupt wieder ein Verhältnis zu den Franzosen herzustellen. In Leipzig ist der Eindruck entstanden, dass die übrigen französischen U-Nationalspieler wegen der Querelen mit Augustin ins Hintertreffen geraten sind. Zun den letzten Länderspielen war nur Dayot Upamecano eingeladen worden. Nordi Mukiele und Ibrahima Konaté hatten ebenso in Leipzig bleiben müssen wie U19-Spieler Nicolas Fontaine.

„Da kann man nur sagen Chapeau vor dem Reservoir, das man in Frankreich hat, wenn er nicht mal für die U20 spielt”, hatte Ralf Rangnick im Oktober zur Nichtnominierung von Konaté gesagt. Ironisch hatte er Chefscout Paul Mitchell gebeten, ihm alle französischen Innenverteidiger der U20 vorzustellen: „Zeig‘ mir alle, die da sind. Vielleicht müssen wir uns noch ein paar Spieler holen, wenn die so offensichtlich besser sind. Sonst hätte man ihn ja eingeladen.”

Rangnick selbst wird wegen der Europa-League-Verpflichtungen nicht beim Treffen in Paris dabei sein.