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Paul Mitchell: „Talente bekommen in England keine Zeit“

Paul Mitchell ist seit Februar 2018 bei RB Leipzig. Foto: imago

Paul Mitchell ist seit Februar 2018 bei RB Leipzig. Foto: imago

Zuletzt waren in der Gerüchteküche bei RB Leipzig häufiger Namen aus der englischen Premier League zu finden. Ein Grund dafür ist Paul Mitchell, der in der schottischen Sun erklärte, was das Interesse der Bundesliga an englischen Talenten ausmacht.

Zwiespalt in der Premier League

Vor allem sei ein Zwiespalt in der englischen Liga verantwortlich: Die Infrastruktur, Trainer und Talentsuche seien großartig, sodass junge Spieler erstmal erfolgreich entwickeln werden können. Allerdings bekommen die meisten dann zu spüren, dass die Premier League die Spielklasse mit den höchsten Ansprüchen der Welt ist. „Um ehrlich zu sein, es ist hart“, beschreibt Mitchell das Geschäft der Trainer, vor allem in den Topclubs. „Sie bekommen hier keine Zeit – wie sollen wir also zu einem Punkt kommen, wo die jungen Spieler lernen dürfen oder Fehler machen dürfen?“

U17-Weltmeister als nächster Exportschlager?

Ein Umstand, der auch Borussia Dortmund zuletzt bewegte, sich vermehrt auf der Insel nach Talenten umzuschauen, wie Michael Zorc kürzlich erklärte. Mit Paul Mitchell hat Ralf Rangnick, selbst großer Fan der englischen Liga, einen Experten für den dortigen Markt geholt. Der hält besonders von den kommenden Jahrgängen viel. „England bekommt in Zukunft starke Spieler in den Seniorenbereich, die vor kurzem die U17-Weltmeisterschaft gewinnen konnten.“

Ademola Lookman: In der Bundesliga stark, bei Everton Ersatz

Mit Ademola Lookman hatte RB Leipzig in der Rückrunde der letzten Saison bereits ein Toptalent im Kader, aber der FC Everton wollte schlussendlich nicht verkaufen. Unter Ralph Hasenhüttl zeigte er eine starke Quote, bei den Toffees durfte er bei sieben von elf möglichen Einsätzen durchschnittlich 17 Minuten spielen. Wie es aussieht, wird er nicht der letzte junge Engländer sein, über den man bei RB Leipzig spricht.