Seite neu laden
Marco Rose sieht keine besondere Brisanz. "Nur" ein Fußballspiel um die K.o.Runde der Europa League. Foto: imago

Marco Rose sieht keine besondere Brisanz. „Nur“ ein Fußballspiel um die K.o.Runde der Europa League. Foto: imago

Marco Rose: „Niederlage in Wolfsburg hat RB sensibilisiert“

RB Leipzig wird sich beim Auswärtsspiel in Salzburg auf ein schweres Spiel einstellen müssen. Darauf bestand der Trainer des österreichischen Meisters auf der Pressekonferenz vor der Europa-League-Partie.

Keine Order im Bullenstall

In den Medien ging es im Vorfeld der Partie viel um die besondere Konstellation, die vor rund einem Jahr auch noch die FIFA beschäftigt hatte. Mittlerweile habe er aber auch dem letzten klargemacht, dass auf beiden Seiten niemand taktiert. „Die Frage enttäuscht mich. Wir werden auftreten, wie wir immer auftreten. Ob wir 1:0, 2:0 führen, wir geben wir immer weiter Gas“, so Marco Rose. Der gebürtige Leipziger bekam so die Aufmerksamkeit auf das Sportliche gelenkt.

Gelingt RB Leipzig im Rückspiel die Revanche?

Das Hinspiel wäre aus seiner Sicht geeignet für eine Wiederholungstat, auch sein Keeper Alexander Walke erinnerte sich an einen verdienten Sieg. „Die beiden Tore waren ja nicht irgendwelche. Sie waren fußballerisch gut herausgespielt, das war im Hinspiel ein Pluspunkt für uns.“ Dabei ließ er außen vor, dass die Mannschaft von Ralf Rangnick fleißig mithalf. Aus dessen Sicht dient das 2:3 RB Leipzig eher als Motivator für eine sportliche Revanche.

Marco Rose: „Niederlage in Wolfsburg hat RB sensibilisiert“

Die Wettanbieter sehen den deutschen Bundesligisten favorisiert und auch Rose weiß um die Stärken der Gäste aus den letzten Wochen. „Manchmal führen Kleinigkeiten zu so einem Lauf, den sie jetzt haben, mit der Ausnahme gegen Wolfsburg. Es gibt dir Selbstvertrauen, den Glauben, dass du es gut machst.“ Auch wenn am Wochenende bei RB eine Serie gerissen war: „Mit Leipzig kommt extrem ambitionierter Bundesligist aus Deutschland daher. Die Niederlage in Wolfsburg führt nur dazu, dass sie sensibilisiert sind.“ Ihm imponiere die kompakte Verteidigung der Leipziger, ohne die eigene Angriffsidee zu vernachlässigen. Schließlich sah er in der Entwicklung bei RB gute Voraussetzungen für ein spannenderes Duell als das Hinspiel. “ Das wird tempogeladen, wir freuen uns drauf.“

Alexander Walke hofft auf gute Laune

Ein Sieg ist für RB Leipzig Pflicht. Auch für Salzburg wäre es die Qualifikation für die nächste Runde. Von besonderer Genugtuung gegen den „großen Bruder“ im Red-Bull-Derby will Rose nichts wissen. Leidenschaftlich werde es trotzdem. „Wir spiele Europa League, da ist mein Team emotional am Limit. Da muss ich auch nicht besonders einwirken.“ Man freut sich außerdem auf ein zweites Wiedersehen mit Freunden, wenn auch mit 90-minütiger Pause. „Man begrüßt sich vorher. Dann spielt man mit allem was man hat ein Fußballspiel. Danach ist der eine gut gelaunt, der andere schlecht.“

Marco Rose hat einen Plan B in der Tasche

Händeschütteln gibt es aber nicht für alle. Emil Forsberg wird definitiv fehlen, für die ehemaligen Salzburger Marcel Sabitzer und Kevin Kampl könnte das Spiel ebenfalls zu früh kommen. Für Rose spielt das Personal keine große Rolle. „Beide zollen der Doppelbelastung Tribut und tauschen viel. Es geht um die Spielanlage, weniger um die handelnden Personen.“ So wird RB Leipzig dem Gastgeber mehr den Ball überlassen, Rose setzt weniger auf steiles Direktspiel in die Spitze. Auf Rangnicks taktische Züge sieht sich der Salzburg-Coach bestens eingestellt. „Aber spielen sie mit einer Viererkette oder einer Dreierkette? Wir werden einen Plan B in der Schublade haben“, so Rose. Das wird Ralf Rangnick auch.