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„Letzter Respekt verflogen”: Salzburger Banner-Tirade gegen Rangnick – Pyro im Leipzig-Block

Mal wieder Pyrotechnik im Block der Anhänger von RB Leipzig. (Foto: Imago)

Mal wieder Pyrotechnik im Block der Anhänger von RB Leipzig. (Foto: Imago)

Vor dem Spiel zwischen Salzburg und RB Leipzig ging es auch um die Frage, wie der einstige Sportdirektor beider Vereine Ralf Rangnick an alter Wirkungsstätte empfangen würde. Rangnick selbst hatte geäußert, dass er kein Verständnis für Pfiffe hätte.

Während beim Hinspiel von Seiten der Salzburger Anhänger noch beleidigende Gesänge in Richtung Ralf Rangnick zu hören waren, ging es im Rückspiel gesitteter zu. Per Bannern teilten die österreichischen Anhänger ihre Meinung mit. Das allerdings ausführlich und deutlich.

Salzburg-Fans haben Christoph Freund lieber als Ralf Rangnick

„RR, du hast für unseren Verein sehr vieles gebracht und einen Teil des Erfolgs zu deinem gemacht“, dichteten die Salzburg-Ultras und warfen Rangnick vor, die Vergangenheit in Salzburg zu sehr für sich zu vereinnahmen. Rangnick selbst hatte bereits nach dem Hinspiel und vor dem Rückspiel davon gesprochen, dass ohne sein Wirken in Salzburg die Begegnung in der Europa League nicht denkbar wäre.

Foto: imago

Dass die Salzburger Anhänger eher einen anderen Erfolgsgaranten im Auge haben, nämlich den aktuellen Sportdirektor Christoph Freund, zeigte ein weiteres Banner: „Unser Freund hat das System perfektioniert, sodass unser Verein auf Topniveau funktioniert.“

Foto: Imago

Fehlender Stil bei Ralf Rangnick?

Bitter aufgestoßen ist den Salzburger Anhängern einst auch, dass Bernardo kurz vor Schließen des Transferfensters nach Leipzig wechselte. Der Transfer wurde damals kurz vor einem Spiel der Salzburger bekanntgegeben. Vor den TV-Kameras hatte Rangnick dazu erklärt, dass man nur die Ablöse noch verhandeln müsse. Ein sehr unübliches Vorgehen zwischen zwei voneinander unabhängigen Vereinen.

„RR – Transferbekanntgabe vor dem Spiel, ist das wirklich besser als unser Stil?“, hieß es dazu auf einem weiteren Banner, auch in Anspielung auf Kritik am Verhalten der Salzburger Anhänger beim Hinspiel.

Foto: Imago

Deftiger wurde es kurz vor Spielende als die Hardcore-Fans der Gastgeber plakatierten: „Die Nachrichten von morgen schon heute: Nach Europa-League-Aus – Sportdirektor Rangnick wirft seinen Trainer raus.” zudem attestierten die österreichischen Fans ihrem Ex-Manager, dass „auch der letzte Respekt verflogen” sei.

Foto: RBlive.

Foto: RBlive.

Salzburg-Fans mit Seitenhieb gegenüber Leipziger Vereinsgründung

Vor der Partie hatten die Salzburger Anhänger mit einer Choreo eine kleine Spitze Richtung Leipzig geschickt. „Wo alles begann: Das Original, seit 1933 in Salzburg“, hieß es auf einer entsprechenden Zaunfahne als Teil der Choreo. Damit bezieht man sich auf die Gründung von Austria Salzburg im Jahr 1933. 2005 erfolgte die Umbenennung in FC Red Bull Salzburg.

Foto: Imago

RB-Fans mit Choreo und Pyro

Eine Choreo anlässlich des zehnten Geburtstags im kommenden Jahr gab es auch bei den Anhängern von RB Leipzig. „10 Years. And now? Still pushing forward!“, hieß es dort. Auf deutsch ungefähr: „Zehn Jahre. Und jetzt? Wir treiben es weiter voran!“

Foto: Imago

Zum zweiten Mal nach dem Spiel in Hoffenheim kam dabei in einem RB-Fanblock Pyrotechnik zum Einsatz, was den Stadionsprecher mit mahnenden Worten auf den Plan rief. Schon auf dem Fanmarsch zum Stadion wurde Pyrotechnik gezündet. Auch von Provokationen von RB-Fans gegenüber der rund um das Spiel in großer Anzahl im Einsatz befindlichen Polizei berichteten nach dem Spiel Augenzeugen.

Die Salzburger Polizei sprach nach der Partie davon, dass das Spiel „grundsätzlich ruhig“ verlief. Man habe allerdings 23 Identitätsfeststellungen durchgeführt, vier „Verwaltungsübertretungen“ angezeigt (unter anderem wegen Pyro-Einsatz) und eine Person wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt festgenommen. Alle Vorfälle seien RB-Fans zuzurechnen, teilte die Polizei auf RBlive-Nachfrage mit.

(RBlive/mki/ukr)