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Ulf Kirsten. (Foto: Imago)

Ulf Kirsten. (Foto: Imago)

Ulf Kirsten wundert sich über RB-Fans

Am Wochenende fand in den Bundesligastadien ein bundesweiter Aktionstag gegen Montagsspiele statt. Die Anhänger von RB Leipzig beteiligten sich wie ganz wenige Fans anderer Vereine (u.a. Hoffenheim und Schalke) nicht an den Aktionen.

RB-Kritiker Ulf Kirsten wundert sich über Leipziger Anhänger

Das brachte Ulf Kirsten auf den Plan. Der sah das Verhalten der RB-Fans kritisch. „Es ist schon verwunderlich, dass sich alle Fangruppierungen solidarisieren können, um gegen Montagsspiele zu protestieren, außer eine..“, schrieb Kirsten bei Twitter unter dem Hashtag #rblbmg und damit in direktem Bezug auf die Anhänger von RB Leipzig.

In der Vergangenheit hatte Ulf Kirsten Respekt vor den sportlichen Leistungen des Vereins gezeigt, sich aber lieber Dynamo Dresden als sächsischen Bundesligisten gewünscht. Kritisch sah er an RB Leipzig und Red Bull, „dass man einen Verein kauft und kontrolliert und es den anderen Vereinen in den unteren Ligen damals sehr schwer gemacht hat Akzente zu setzen, wenn man so eine finanzielles Übergewicht hat.“

RB-Fans sind für Ulf Kirsten „Erfolgsfans“

Auch die Anhänger von RB Leipzig sah Ulf Kirsten in der Vergangenheit bereits nicht sehr positiv. „Ich glaube nicht, dass da jetzt ein Dresdner, ein Rostocker oder ein Magdeburger Fan hinfährt“, erklärte er einst. „Viele wollen halt gerne mal Bayern und Dortmund sehen. Das geht jetzt in Leipzig. Sie haben Fans, die sich im Osten nach Bundesliga gesehnt haben. Erfolgsfans halt.“

RB Leipzig funktioniert vor allem in den neuen Bundesländern sehr gut. In Sachsen ist der Verein der beliebteste Bundesligist. In Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt man auf Augenhöhe mit den Bayern an der Spitze. Im bundesweiten Vergleich liegt man durch den enormen regionalen Rückhalt unter den Top5 der beliebtesten Vereine. In der Sky-Quotentabelle liegt man derzeit auf Rang 6.

Gladbacher Fans beklagen Zensur – RB Leipzig weist Vorwürfe zurück

Nachdem Teile der Fans von RB Leipzig das Montagsspiel in Frankfurt noch boykottiert hatten und es beim Montagsspiel gegen Leverkusen im RB-Block zu Auseinandersetzungen zwischen Boykott-Befürwortern und -Ablehnern kam, verzichteten die RB-Fans diesmal komplett auf eine Beteiligung an den bundesweiten Protesten. Nach den Bundesligisten haben auch die Zweitligisten inzwischen den künftigen Verzicht auf Montagsspiele beschlossen.

Auf Gladbacher Seite begleitete man die Partie 45 Minuten lang aus Protest mit Trillerpfeifen, die bei RB-Ballbesitz zum Einsatz kamen. Auf das Banner „Vereine – Ihr habt es in der Hand – Montagsspiele abschaffen“ mussten sie aber verzichten. Vorwürfe der Zensur wies RB Leipzig zurück und verwies auf Probleme bei der Anmeldung der Banner, die die Gästefans zu verantworten hätten. Ein Vertreter der Gladabach-Fans nannte das RB-Vorgehen im MDR „kleinkarierte Prinzipienreiterei“. Bei so etwas sei der „kleine Dienstweg normalerweise gang und gäbe“.

(RBlive/ mki)