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Ralph Hasenhüttl steht zu Bayern-Absage

Ralph Hasenhüttl könnte in der Premier League beim FC Southampton anfangen. Foto: imago

Ralph Hasenhüttl könnte in der Premier League beim FC Southampton anfangen. Foto: imago

Die Vertragssituation von Ralph Hasenhüttl war das bestimmende Thema der Vorsaison. Zuerst wollte RB Leipzig verlängern, was Hasenhüttl nicht wollte. Dann wollte Hasenhüttl verlängern, aber RB Leipzig nicht mehr. Am Ende trennte man sich nach zwei Jahren Zusammenarbeit.

Ralph Hasenhüttl sieht sich durch Kovac-Probleme bei den Bayern bestätigt

Bereits Anfang Dezember 2017 hatte Hasenhüttl ein mögliches Bayern-Interesse zurückgewiesen. „Aktuell“ sei das kein Thema, weil er noch nicht weit genug sei für einen solchen Verein. Während er lange dementierte, dass es überhaupt eine Bayern-Anfrage gab, gab er später zu, dass es ein Telefonat mit den Bayern gegeben habe, in dem er sofort abgesagt habe.

„Ich weiß nicht, ob ich intern überhaupt jemals ernsthaft als Trainer gehandelt wurde“, erklärt Hasenhüttl nun im Interview mit BILD. „Es gab dieses eine kurze Telefonat, welches ich bestätigt habe. Ich habe damals voller Überzeugung gesagt, dass ich noch nicht so weit bin. Diese Einschätzung mag mancher belächelt haben, aber nach der Entwicklung der letzten Monate denkt man vielleicht etwas anders darüber. Titel und Meisterschaften in der Vita zu haben hilft aktuell ungemein, um bei Bayern München als Trainer bestehen zu können“, verweist er auf die Probleme von Niko Kovac, bei den Bayern anzukommen.

Hasenhüttl will beim FC Southampton was bewegen

Dass es Beobachter vielleicht als „Rückschritt“ interpretieren, nun bei einem englischen Abstiegskandidaten unterschrieben zu haben, könne Hasenhüttl verstehen. Aber „ich glaube, dass ich hier mehr bewegen kann als vielleicht bei einem Champions-League-Aspiranten. Mir geht es darum, Spieler weiterzuentwickeln.“ Das könne er beim FC Southampton.

Es habe in den letzten Monaten „viele andere Optionen“ gegeben. In den letzten Monaten war er unter anderem bei Bayer Leverkusen gehandelt worden. „Ich muss ehrlich sagen, ich hätte mir auch viele andere Aufgaben vorstellen können“, meint Ralph Hasenhüttl. „Aber ich hatte in der Pause das Gefühl: Ich fange sofort wieder an, wenn mich das Gesamtpaket vollkommen überzeugt. Und die Premier League stellt in vielen Bereichen eine neue Herausforderung für mich dar. Vielleicht war das der Grund, warum ich meine länger geplante Pause doch schneller beendet habe.“

Erste Premier-League-Partie geht verloren

Zum Auftakt bei seiner neuen Aufgabe lief es für Ralph Hasenhüttl nicht ganz so gut. Nach nur einer richtigen, gemeinsamen Trainingseinheit verlor er im direkten Duell gegen einen anderen Abstiegskandidaten. Mit 0:1 verlor der FC Southampton gegen Cardiff City nach einem Fehler von Ex-Bundesligaspieler Jannik Vestergaard, der vor der Saison für 25 Millionen Euro nach England gewechselt war.

Southampton ist mit drei Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nun Vorletzter der Premier League. Am Wochenende empfängt man den FC Arsenal zum schweren Heimspiel, bevor dann zum Ende der Hinrunde mit Huddersfield und West Ham United Gegner auf Hasenhüttl zukommen, gegen die er Punkte gegen den Abstieg sammeln muss.

(RBlive/ mki)