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RB-Fans gegen Sexismus – SC-Fans gegen Red Bull und DFB

"Love Football - Hate Sexism"-Banner von RB-Anhängern beim Spiel beim SC Freiburg. | Foto: Imago

„Love Football – Hate Sexism“-Banner von RB-Anhängern beim Spiel beim SC Freiburg. | Foto: Imago

23.800 Zuschauer hatten sich am Samstag beim Spiel zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig versammelt. „Im Heimbereich ausverkauft“, wie der Stadionsprecher mit besonderer Betonung verkündete.

800 RB-Fans beim Spiel beim SC Freiburg

800 RB-Fans waren mit nach Freiburg gereist und füllten den Gästeblock nicht komplett. Es waren immerhin 200 Fans mehr als noch in der letzten Saison, die nach Freiburg fuhren, aber auch 600 Fans weniger als jene, die in der ersten Bundesliga-Saison einen 4:1-Auswärtssieg sahen.

Besonders gut war die Laune im Gästeblock angesichts des Spielverlaufs nicht, auch wenn die Anhänger nach dem Schlusspfiff noch mal besonders trotzig gegen die Niederlage ansangen und ihre Mannschaft trotz schwacher Leistung mit aufmunterndem Applaus verabschiedeten.

RB-Fans wenden sich in Freiburg und bei beim Roten Stern gegen Sexismus

Zuvor hatten sich Anhänger der Gäste während des Spiels gegen Sexismus positioniert. „Love Football – Hate Sexism!“, hieß es auf einem Banner.

Ein Thema, das im Fußball immer aktuell ist. Zuletzt hatte bei der Preisverleihung für die weltbeste Fußballerin des Jahres Moderator Martin Solveig für einen Eklat gesorgt, als er Preisträgerin Ada Hegerberg erst einmal fragte, ob sie nicht ein bisschen twerken, also ein bisschen sexy mit dem Hintern wackeln könne. Solveig entschuldigte sich nach der Veranstaltung für seinen Auftritt. Hegerberg nahm die Entschuldigung an.

"Love Football - Hate Sexism"-Banner von RB-Anhängern beim Spiel beim SC Freiburg. | Foto: Imago

„Love Football – Hate Sexism“-Banner von RB-Anhängern beim Spiel beim SC Freiburg. | Foto: Imago

Das in Freiburg präsentierte Banner kam am Tag nach dem Spiel in Freiburg auch beim Spiel der zweiten Frauenmannschaft von RB Leipzig beim Roten Stern Leipzig zum Einsatz. Beim 8:0 für RB in der Landesklasse hatten sich auch einige RB-Fans hinter einem „Fight like Girls“- und eben dem „Love Football – Hate Sexism!“-Banner versammelt. Auf Heimseite zeigte man unter anderem „Gemeinsam kämpfen gegen Intoleranz und Ausgrenzung“- und „Fußballfans gegen Homophobie“-Banner.

SC-Fans kritisieren RB Leipzig und DFB

Auf Seiten der Fans der Gastgeber setzte man sich beim Spiel zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig mit Regelverletzungen seitens RB auseinander. „Der DFB und seine Regeln: Versagten bei der Übernahme durch Red Bull. Versagen beim Schutz junger Spieler.“

Damit spielten die SC-Fans einerseits darauf an, dass RB Leipzig aufgrund der 50+1-Regel gar nicht erst hätte zugelassen werden dürfen. RB hatte 2009 das Spielrecht vom SSV Markranstädt übernommen. Zuvor war dafür ein Verein gegründet worden, dessen Mitglieder zu Red Bull gehörten oder in enger Verbindung zum Konzern standen.

Der zweite Teil des Banners spielte auf eine Geschichte an, die kürzlich durch die Football Leaks veröffentlicht wurde. Demnach soll RB Leipzig im Zuge des Wechsels von Nicolas Kühn nach Leipzig im Jahr 2015 mit der Berateragentur unerlaubte Geldzahlungen vereinbart haben. RB bestreitet, dass im Zuge des Wechsels Geld an die Berater geflossen ist. Das Bezahlen von Beratern bei Wechseln von Spielern unter 18 Jahren ist laut Regularien verboten.

SC-Fans mit Kritik an DFB und RB Leipzig. (Foto: Imago)

SC-Fans mit Kritik an DFB und RB Leipzig. (Foto: Imago)

(RBlive/mki)