Seite neu laden

Yussuf Poulsen: Gegen Hummels leichter als gegen Süle

Im Zweikampf mit Mats Hummels sieht sich Yussuf Poulsen in Sachen Geschwindigkeit im Vorteil. (Foto: Imago)

Im Zweikampf mit Mats Hummels sieht sich Yussuf Poulsen in Sachen Geschwindigkeit im Vorteil. (Foto: Imago)

Yussuf Poulsen hat bekannt, dass er lieber gegen Mats Hummels als gegen Niklas Süle spielt. Auch zur Partie von RB Leipzig beim SC Freiburg fand er klare Worte.

Yussuf Poulsen: Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Mats Hummels

„Ich spiele lieber gegen Mats Hummels“, erklärte Poulsen am Sonntag im Doppelpass bei Sport1. Das liege daran, dass er gegen den Nationalspieler im Gegensatz zum zweikampfstarken Süle Vorteile in der Geschwindigkeit haben. Auch Timo Werner würde das so sehen. „Wenn du die Möglichkeit hast, in den Rücken zu laufen, machst du es lieber bei Hummels.“

Chancen, in den Rücken zu laufen, gab es für die RB-Stürmer in Freiburg nicht viele. Das lag laut Poulsen auch am Platz, der in Freiburg außergewöhnlich kurz ist. „Klar wirkt sich das aufs Spiel aus. Wenn der Platz nicht so lang ist, hast du weniger Tiefe. Dann spielt man kompakter, die Abstände werden enger. Wir hatten wenig Szenen, wo wir vor die Abwehrkette gekommen sind und Stürmer in die Tiefe schicken“, erklärt er die Auswirkungen des Spielfelds.

Zu wenig Laufaufwand, zu wenig Mentalität bei RB Leipzig

Aber an den besonderen Abmessungen Schwarzwald-Stadion lag es natürlich nicht nur, dass RB Leipzig in Freiburg eine schmerzhafte 0:3-Pleite einstecken musste. „Zu viele Spieler haben ihre Leistung nicht gebracht, dann verliert man 3:0.“ Auch in läuferischer Hinsicht war man in Freiburg komplett unterlegen. Am Ende standen die Freiburger mit 118,7 km Laufstrecke bei einem guten Wert, während RB Leipzigs 112,5 km deutlich unterdurchschnittlich waren.

„Da ist eher ungewöhnlich für uns. Wir sind zu wenig gelaufen, haben zu wenige Zweikämpfe gewonnen. In der zweiten Halbzeit haben wir keinen zweiten Ball gewonnen. Wir sind keine Mannschaft, die mit 90 Prozent auswärts in Freiburg gewinnt“, machte Poulsen die Niederlage auch an Mentalität und Einsatzbereitschaft fest.

Poulsen sieht Freiburg-Elfmeter als gerechtfertigt an

Auch der Elfmeter kurz vor der Pause „war unglücklich. Wenn du die Wiederholung siehst, kann man es pfeifen“, sieht Poulsen keine Fehlentscheidung. Schiedsrichter Tobias Welz hatte nach einem Blick auf den Monitor am Spielfeldrand auf Foulelfmeter entschieden.

„Ich hätte mich ja auch aufgeregt in dieser Szene, wenn Upamecano mich so umreißt“, so Yussuf Poulsen aus der Sicht eines Stürmers „Der Ball kommt zwar nicht zum Freiburger, sondern landet beim Torwart. Aber es war unnötig vom Innenverteidiger, dem Schiri die Möglichkeit zu geben, Elfmeter zu pfeifen. Das muss man cleverer machen.“

RB Leipzig muss mal wieder auswärts punkten

Aber Yussuf Poulsen, der bei RB Leipzig immer stärker in eine Führungsrolle hineinwächst, sah die Probleme nicht nur bei seinen Mitspielern, sondern auch bei sich selbst. Vor dem 0:1 „muss ich eigentlich den Konter unterbrechen“, nimmt er das frühe Gegentor auch auf seine eigene Kappe. Ob RB ohne diese Gegentor besser abgeschnitten hätte, bleibt unklar, denn richtigerweise bemerkt Poulsen, dass „wir einfach schlecht waren“.

„Wir müssen gucken, dass wir es auswärts besser machen“, sieht Yussuf Poulsen nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in der Fremde am Stück. Die nächste Gelegenheit hat RB Leipzig dafür am kommenden Mittwoch im Spiel beim FC Bayern München. Dort gab es für RB bisher bei zwei Niederlagen (0:3, 0:2) nichts zu holen. In der letzten Saison konnte Poulsen im DFB-Pokal gegen Bayern immerhin den zweifelhaften Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:0 herausholen. Der beteiligte Gegenspieler hieß damals allerdings Boateng und nicht Hummels..

(RBlive/mki)