Seite neu laden

Stimmen zum 4:1: „Wichtige Reaktion auf das Trondheimspiel!“

Kids on the Block: RB-Spieler bedanken sich für die Unterstützung der Fans. Foto: Imago

Zu hoch – oder angemessen? Die 1:4 Niederlage gegen RB Leipzig fand Mainz-Trainer Sandro Schwarz für zu hoch. Sein Kollege Ralf Rangnick wollte nicht widersprechen, meinte aber: „Viel wichtiger als die Höhe des Ergebnisses war die Reaktion der Mannschaft auf das Spiel gegen Trondheim.“

Sowohl der Trainer der Sachsen als auch Klubchef Oliver Mintzlaff erinnerten nach der Partie gegen die Rheinhessen daran, dass das 1:1 am Donnerstag gegen Rosenborg und das damit verbundene Aus in der Europa League alle im Klub „sehr enttäuscht“ habe (Mintzlaff). Daher sei es umso bemerkenswerter, dass nur drei Tage später der Kader gegen einen „erwartet schweren Gegner“ (Rangnick), der „keine Laufkundschaft“ sei (Mintzlaff), so gut gespielt und „verdient“ gewonnen habe (Rangnick).

Rüffel vom Trainer in der Kabine

RB hatte in der Partie früh 2:0 geführt (Poulsen), ließ sich dann aber die Kontrolle aus der Hand nehmen, Mainz verkürzte vor der Pause (Onisiwo) und machte den Ausgang spannend, ehe Werner mit einem erneuten Doppelpack das Spiel entschied. „Es gab Phasen, wo wir uns schwer getan haben und es gab Phasen, wo wir gespielt haben, was uns stark macht. Für uns zählte heute vor allem, wie die Mannschaft auf das Trondheim-Spiel reagieren würde. Und das war richtig gut“, sagte Rangnick.

„Das Spiel war heute sehr, sehr gut“, fand auch Doppelpacker Yussuf Poulsen, der die Hochphase der Mainzer vor dem Anschlusstreffer damit erklärte, „dass wir mit dem Kopf gefühlt schon in der Kabine waren“. Dort habe der Trainer das Team angemessen gerüffelt und Details umgestellt. „Danach hatten wir das Spiel wieder im Griff.“

So sah es auch Diego Demme, der gegen Trondheim mit Bauchmuskelbeschwerden gefehlt hatte. „Deshalb hatte ich mir diese Woche besonders viele Behandlungen eingetragen“, so der Sechser, der mit Schmerzen in die Partie gegen Mainz gegangen war. „Nach fünf Minuten waren die aber weg. Vermutlich das Adrenalin.“

Demme fand, „dass wir eigentlich nie die Kontrolle abgegeben haben“, auch nicht vor dem 1:2. „Das hat sich jedenfalls nicht so angefühlt.“ Wie auch der Trainer fand Kapitän Willi Orban, „dass vor allem wichtig war, eine Reaktion zu zeigen. Das haben wir gemacht. Es ist ein gutes Gefühl, wieder zu gewinnen. Wir hatten guten Zugriff, der Matchplan war auch gut und wir waren effizient vor dem Tor. Das hat den Unterschied gemacht.“