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Haidara-Deal am Wochenende offiziell? Timo Werner: Liverpool statt Bayern?

Von Matthias Kießling
Timo Werner. (Foto: Imago)

Timo Werner. (Foto: Imago)

Mit seinen Aussagen nach dem Spiel beim FC Bayern München hatte Timo Werner für Aufsehen gesorgt. „Wenn man in Deutschland bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es nur einen Verein, zu dem man wechseln kann“, hatte er dort in Richtung des Meisters erklärt.

Timo Werner mit Handvoll Topklubs im Kopf – Bayern zurückhaltend

Das wurde allgemein so interpretiert, dass Werner damit die Tür zu einem Wechsel nach München weit geöffnet hat. Allerdings bekennt Timo Werner schon seit über einem Jahr, dass der Wechsel zu einem Topklub zu seinen Karriereplänen gehört. Zu der Handvoll Topklubs, die Werner in Europa sieht, gehört neben Real oder Barcelona oder Chelsea in Deutschland eben auch der FC Bayern München. Für den Stürmer von RB Leipzig offenbar der einzige Verein in Deutschland, der als Topklub durchgeht.

Beim FC Bayern reagierte man derweil zurückhaltend auf die Aussagen „Das ehrt uns natürlich, dass jeder Spieler zu Bayern München will. Timo Werner ist deutscher Nationalstürmer, ein guter Spieler“, erklärte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic laut Abendzeitung. Allerdings sei eine Verpflichtung aktuell „kein Thema“.

Liverpool heiß auf Timo Werner?

Dem Bericht zufolge sei der FC Liverpool die sehr viel heißere Spur in Bezug auf einen möglichen nächsten Werner-Arbeitgeber. Der Klopp-Klub beobachte den Stürmer permanent und sei kürzlich auch beim RB-Spiel gegen Mönchengladbach mit Scouts vor Ort gewesen. Schon vor fast zwei Jahren gab es Berichte über eine Langzeitbeobachtung durch den FC Liverpool und Kontakt zu Berater Karl-Heinz Förster. Der Kontakt laufe bereits seit Werners Zeiten beim VfB Stuttgart.

Timo Werner selbst hatte in einem Interview erklärt, dass Manchester United und der FC Liverpool seine Lieblingsklubs in der Premier League seien. Allerdings bevorzugte er Manchester da noch leicht gegenüber Liverpool. „In der Premier League zu spielen, ist ein Traum von mir“, sagte er im März diesen Jahres, schob allerdings auch hinterher, dass das noch Zeit habe und er noch an seinem Englisch arbeiten muss.

RB Leipzig ohne Interesse an Hakan Calhanoglu – Zehner gesucht

Sprachlich eine Rückkehr in bekannte Gefilde wäre der Schritt nach Deutschland für Hakan Calhanoglu. Den hatte die Gazetta dello Sport zu einem Kandidaten gemacht, mit dem der AC Mailand seine finanziellen Probleme verringern kann und im Winter auf dem Transfermarkt flexibler wird. Wie schon in den vergangenen Monaten ging dann der Blick wieder zu RB Leipzig, wo Calhanoglu schon länger immer wieder ins Gespräch gebracht wird.

Immer wieder heißt es allerdings aus dem Klub, dass es kein Interesse an einer Verpflichtung des türkischen Nationalspielers gibt. Diesmal ist es der Kicker (Print), der meint, dass Calhanoglu „kein Kandidat“ bei RB Leipzig ist. Zuvor hatte BILD noch von losen Kontakten zu dessen Berater berichtet.

Fakt ist laut Kicker aber, dass RB Leipzig eine Verstärkung für die Zehner-Position, die auch Calhanoglu besetzen kann, sucht. Weil weiter unklar ist, wann Forsberg voll in das Mannschaftstraining einsteigen kann, suche das RB-Scouting intensiv nach Kandidaten, die diese Position im Fall der Fälle besetzen könnten. Neuzugang Tyler Adams ist ein Mann für die Sechs.

Haidara-Wechsel im Rahmen des Bremen-Spiels offiziell?

Der avisierte Neuzugang Amadou Haidara könnte auch auf der Zehn spielen, hat seine Stärken aber eher in einer tieferen Mittelfeldposition. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge könnte die Verpflichtung des aktuell am Knie verletzten Salzburgers am Samstag im Rahmen der Partie gegen Werder Bremen offiziell werden.

Bruma zurück zu Galatasaray Istanbul?

Gerüchte gab es in der Vergangenheit auch immer wieder um Bruma. Schon vor einem Jahr stand eine Rückkehr des Portugiesen zu Galatasaray Istanbul im Raum. „Ein Vertreter aus Istanbul hat sich bei mir erkundigt, wie mein Status ist. Aber für mich war das kein Thema. Ich wollte hierbleiben“, erklärte Bruma im März zu den Avancen.

Nun kommen neue Gerüchte dazu aus der Türkei. Demnach habe sich Bruma bereits mit Galatasaray-Trainer Fatih Terim getroffen und sei bereit zu seinem Ex-Klub zurückzukehren. Im Gespräch ist eine Leihe. Wie realistisch das Gerücht ist, ist unklar. Fakt ist, dass RB Leipzig wenig Interesse haben dürfte, einen Spieler für eine Position abzugeben, auf der man mit der Forsberg-Verletzung sowieso schon Probleme hat. Fakt ist auch, dass sich Galatasaray aufgrund von Financial-Fairplay-Auflagen eine Ablöse für Bruma nicht leisten können wird.

Bruma hatte zuletzt fehlende Spielzeit bei RB Leipzig beklagt. In der Bundesliga kam er bisher nur neunmal, davon fünfmal von Beginn zum Einsatz. Dafür stand er in allen Europa-League-Spielen in der Startformation und wurde auch in der Europa-League-Quali viel eingesetzt. Im Januar empfängt RB Leipzig Brumas Ex-Klub Galatasaray zu einem Testspiel, das noch Teil der Ablösevereinbarung für den Bruma-Wechsel im Jahr 2017 nach Leipzig ist. Mit einer Millionen Euro ist das Testspiel damals vertraglich dotiert worden.