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Gegen spiel- und laufstarke Bremer: Zeigen, wer mehr „Sprit im Tank hat”

Von Ullrich Kroemer
Kevin Kampl gegen Milot Rashica (Foto: imago).

Letzte Reserven mobbilisieren: Kevin Kampl gegen Milot Rashica (Foto: imago).

Werder Bremen vereint die Künste, viel Ballbesitz zu haben und dennoch zu den laufstärksten Teams der Liga zu gehören. RB Leipzig will mit einer letzten Energieleistung in 2018 dagegenhalten. Die Vorschau auf das letzte Spiel des Jahres.

Einmal gilt es noch für RB Leipzig in dieser Kalenderjahr. Bevor die Spieler und alle Angestellten des Klubs am Samstagabend ihre Weihnachtsfeier in der Veranstaltungslocation Alte Wollkämmerei abhalten, sind die Spieler gefordert, das Jahr an diesem Samstag mit drei Punkten gegen Werder Bremen abzuschließen (15.30 Uhr). „Wir wollen die Hinrunde unbedingt mit einem Sieg beenden”, forderte Trainer Ralf Rangnick am Freitagabend. „Dann würden wir in jedem Fall auf einem Champions-League-Platz überwintern. Das wäre für das Gefühl nicht unwichtig.”

Nach dem kräftezehrenden Spiel am Mittwoch in München sind außer dem Rot-gesperrten Stefan Ilsanker (zwei Spiele Sperre) und dem weiter verletzten Emil Forsberg alle Spieler grundsätzlich einsatzfähig. Doch Rangnick will sich erst am Samstagmorgen endgültig entscheiden, wer aufläuft. Die Frage sei: „Wer hat sich wie erholt, und wer ist bereit?”

Rangnick: „Noch einmal alles raushauen”

Gegen die vergleichsweise auswärtsstarken Bremer (zehn Punkte) wird Rasenballsport eine letzte Energieleistung in diesem Jahr brauchen, um daheim weiter ungeschlagen zu bleiben. Rangnick betonte: „Wir haben noch genug Sprit im Tank. Ich weiß, dass unsere Jungs noch einmal alles raushauen werden, was in ihnen steckt.”

Rangnick kündigte mit Blick auf die Spielanlage des Tabellenneunten an, sich auf einen spielerisch starken Gegner einzustellen. „Sie wollen Fußball spielen. Das hat Florian Kohfeldt seit der Amtsübernahme sichtbar vermittelt und wir sind darauf vorbereitet”, sagte der Trainer. Gut möglich, dass Bremen mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette aufläuft.

Kruse und Moisander dominieren bei Bremen

In der Tat hat Bremen den drittmeisten Ballbesitz der Liga (55 Prozent) und spielt pro Partrie im Schnitt 524 Pässe (Passquote: 81 Prozent). Zum Vergleich: RB spielt durchschnittlich 450 Pässe bei einer Erfolgsquote von 76 Prozent. Doch die Bremer beherrschen die Kunst trotz dominanten Ballbesitzspiels viel zu laufen. Am vergangenen Wochenende lieferten sich die Hanseaten mit Hoffenheim eine Laufschlacht, als sie über 127 Kilometer liefen.

Mit durchschnittlich knapp 120 Kilometern pro Spiel sind die Gäste auch die drittlaufstärkste Mannschaft der Bundesliga. Zentrale Akteure sind Niklas Kruse, der zu den abschlussstärksten Akteuren der Liga gehört und gleichzeitig auch viel Ballbesitz hat und Flanken schlägt; sowie Niklas Moisander, der zu den Spielern in der Bundesliga gehört, die die meisten Ballkontakte haben und Pässe spielen.

Viel Arbeit für RB also, damit die Weihnachtsfeier am Abend auch stimmungsvoll wird. (RBlive)

Video-Vorschau auf das Bremen-Spiel sowie die Hinrunden-Bilanz mit Rotebrauseblogger und RBlive-Reporter Matthias Kießling: