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Reaktionen nach Sieg gegen Bremen – Demme: „Wir sind ’ne geile Truppe!“

Aus dem Stadion berichten Ullrich Kroemer und Martin Henkel

Im Schwitzkasten: Lukas Klostermann. Foto: Imago

0:2 zurückgelegen, die Partie auf remis gestellt und nach einer eigenen 100-prozentigen Chancen doch noch 2:3 verloren – für Bremens Trainer Florian Kohfeldt war klar: „Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen.“

Der Coach der Gäste war sichtlich konsterniert, dass sein Team diese Partie noch verloren hatte, nachdem die Bremer eine Handvoll hochkarätiger Chancen liegen gelassen hatten. „Ich bin ehrlich, ich kann mich hier nicht hinsetzen ohne zu sagen, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen“, sagte Kohfeldt, ohne Leipzig zuvor zum Sieg gratuliert zu haben. „Wir haben viel zu viele Chancen liegenlassen und haben dann wiederum individuelle Fehler gemacht, die du dir nicht erlauben darfst gegen eine Topmannschaft wie RB Leipzig.“

Das 3:2: „Ein unglaublich emotionaler Moment“

Sein Nebenmann Ralf Rangnick widersprach nicht. Er strich die Tugenden seiner Mannschaft heraus: Wille, Einsatzbereitschaft. Und stellte sie ins Verhältnis zu den vielen Partien in dieser Hinserie (31), dem kleinen Kader (17 Feldspieler) und dem „schweren Auswärtsspiel“ in München am Mittwoch.

„Es war ein unglaublich intensives Spiel“, sagte er. „Wenn man sieht, was heute nochmal geleistet wurde, dann kann man nur den Hut ziehen. Was die Willensleistung anbetrifft, war das großartig, technisch war es nicht unser bestes Spiel. Wir hätten auch in Rückstand geraten können. Das Tor von Bruma war ein unglaublich emotionaler Moment.“

Die Spieler bestätigten den Eindruck, den der Trainer vom Spirit seiner Mannschaft vermittelte. Diego Demme sagte: „Nach dem 2:2 haben wir nochmal alles aus den letzten Zellen gehauen. Dass Spiel noch zu gewinnen, war ein sehr schöner Jahresabschluss. Wir haben super gekämpft, man sieht, dass wir ne geile Truppe sind.“

„So zurückzukommen, zeigt, dass wir mental voll auf der Höhe sind“, sagte auch Kapitän Willi Orban, der sich dafür entschuldigte, „dass wir es nochmal so spannend gemacht haben. Mich freut es für Bruma, dass er das Tor macht. Er hat eine klasse Entwicklung hinter sich.“

Das Gleiche hätte er auch über Lukas Klostermann sagen können. Der Rechtsvertediger verhinderte das fast schon sichere 0:1 durch Rashica. Danach erzielte er die Führung mit einem Schuss unter die Latte. „So ein Tor passiert mir nicht alle Tage“, sagte der Kapitän der deutschen U-21. „Es war wichtig, dass wir nach den zwei Einschlägen nochmal zurückgekommen sind. Wir haben Moral gezeigt und allen RB-Fans ein schönes Weihnachtsfest beschert.“