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RBL in der Rückrunde: Ziel Champions League und „Riesenchance“ DFB-Pokal

RB Leipzig will im Mai zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Einzug in die Champions League bejubeln. (Foto: Imago)

RB Leipzig will im Mai zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Einzug in die Champions League bejubeln. (Foto: Imago)

Zum 10-Jährigen will Ralf Rangnick seinem Herzensprojekt persönlich eins der sportlich schönsten Geschenke machen. Die zweite Hälfte seines Einjahres-Engagements als Trainer von RB Leipzig will der gebürtige Schwabe mit dem Einzug in die Champions League krönen. Dort wo sie vor dem Start in die Rückrundenvorbereitung stehen, wollen sie mindestens auch am 18. Mai stehen. Auf Platz vier der Fußball-Bundesliga nimmt RB am 4. Januar wieder das Training auf.

Zum zehnten Geburtstag erneute Qualifikation für die Champions League?

Als die Leipziger gleich in ihrem ersten Bundesliga-Jahr Zweiter wurden und sensationell bis in die Champions League durchmarschierten, hieß der Trainer Ralph Hasenhüttl, Rangnick war lediglich der Sportdirektor. Seit vergangenem Sommer ist er Trainer und Sportdirektor – und wird auch nach dem kommendem Sommer der große Macher bei RBL bleiben. Was wäre da schöner, als einen Tag vor dem zehnten Gründungstag des Clubs spätestens beim Bundesliga-Finale am 18. Mai in Bremen den Champions-League-Einzug perfekt zu machen?

Rangnicks Vorteil ist eigentlich auch einer der Negativpunkte seines bisherigen Schaffens als Coach bei den Sachsen: Das Aus in der Europa League. Mehrfach betonten die Vereinsbosse, wie wichtig das Überwintern im internationalen Wettbewerb sei. Schon vor dem Ende durch das peinliche 1:1 vor heimischer Kulisse gegen das bis dahin punktlose Team von Rosenborg Trondheim versicherte Rangnick auf einmal, dass ein Ausscheiden doch nicht so weh tun würde.

DFB-Pokal als „Riesenchance“ für RB Leipzig?

Denn so kann Rangnick die Kräfte seines überschaubaren Kaders besser bündeln. Die Spielweise, die er einfordert, kostet Kraft. Neben den 17 Ligaspielen, die noch ausstehen, kommt nun vorerst nur noch ein Pflichtspiel dazu, am 6. Februar zuhause im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den VfL Wolfsburg. „Eine Riesenchance“, sieht Kapitän Willi Orban im nationalen Cup-Wettbewerb, in dem RB Leipzig über die Runde der besten 16 bisher nie hinauskam. In der Saison 2014/2015 war in der Runde pikanterweise eben gegen Wolfsburg Schluss. Diesmal soll es weitergehen.

Eine der Fragen, die Rangnick auf dem Weg zur perfekten Übergabe an seinen designierten Nachfolger Julian Nagelsmann beantworten will, wird die Zukunft von Torjäger Timo Werner sein, der zuletzt öffentlich den Trainer kritisiert und mit dem FC Bayern kokettiert hatte. „Timo wird sich über Weihnachten ein paar Gedanken machen und dann sehen wir weiter. Dann ist er am Zug und wird uns sagen, ob er seine Zukunft weiter langfristig bei uns sieht“, hatte Rangnick vor den Feiertagen nach dem 3:2-Sieg gegen Bremen zum Jahresabschluss gesagt. Die Laufzeit von Werners aktuellem Vertrag endet im Juni 2020. Bis dahin will Rangnick seinem RB Leipzig noch einige weitere Geschenke machen.

(DPA)