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Rangnick forsch: „Trauen uns zu, gegen Dortmund zu gewinnen”

Von Moritz Schefers
Jean-Kevin Augustin jubelt - Dortmund lässt die Köpfe hängen. Foto: imago

Jean-Kevin Augustin jubelt – Dortmund lässt die Köpfe hängen. Foto: imago

Borussia Dortmund wird zwar noch immer als Tabellenführer zu RB Leipzig reisen. Aber zum Trainingsauftakt gab sich Ralf Rangnick optimistisch, dem Team von Lucien Favre die Punkte zu stehlen. Ein paar der Argumente für einen RB-Sieg nannte er gleich mit.

Starke Leistung gegen Borussia Dortmund

Gegen die Schwarz-Gelben spielte RB Leipzig bislang beinahe immer eine gute Rolle. Das war auch im Hinspiel so, das für Rangnick zu hoch verloren ging. „Wir haben den BVB richtig herausgefordert und waren damals deutlich zu hoch unterlegen. Wir haben brutal stark begonnen, die ersten zwanzig Minuten waren das Beste, was wir in der Hinrunde gespielt haben“, so der RB-Coach. Auch das erste Duell überhaupt macht Mut: Der 1:0-Sieg war 2016 der Türöffner für die Überraschungssaison der Leipziger.

Verbessertes RB Leipzig bleibt stabil bei Standards

Noch im Hinspiel unterliefen RB Leipzig Fehler bei gegnerischen Flanken, insbesondere bei Standards. Eine alte Schwäche, die Rangnick im Saisonverlauf erfolgreich bekämpfte. Nur noch einmal fing sich RB ein Gegentor nach einem Einwurf. Der BVB erzielte bereits 8 Treffer aus ruhenden Bällen, nur Augsburg ist mit zehn Treffern in dieser Wertung noch besser.

Heimstärke vor ausverkauftem Stadion

Das Spiel des Dritten gegen den Ersten wird wie bei den vorangegangenen Partien auch ausverkauft sein. „Wir hätten 60.000 oder 70.000 Karten verkaufen können“, so Rangnick. Dabei beginnt der freie Vorverkauf erst am Montag.

Doch RB kann auf ein ebenso ausverkauftes Haus wie lautstarkes Fußballfest zählen. „Wir haben ja schon erlebt was hier los ist, wenn wir gegen Dortmund gut spielen.“ Daher traue er seiner Mannschaft auf jeden Fall zu, „mit der Heimstärke und dem Publikum im Rücken so ein Spiel zu gewinnen.“ Bislang hat Dortmund nur auswärts verloren. RB Leipzig holte drei Viertel der Punkte in der Red-Bull-Arena und blieb dabei ebenfalls zuhause ungeschlagen.

Volle Konzentration auf die Bundesliga

Auf das Spiel richten sich jetzt alle Kräfte bei RB. Auch die, die sich noch 2018 in der Regel mit der Europa League zufrieden geben mussten. „Die Spieler entscheiden selbst, wer in der Startelf steht“, freute sich der RB-Coach. Ralf Rangnick wird somit weniger rotieren, weniger schonen und mehr auf Formkurve und Qualität setzen können.

Außerdem kann er sich wieder richtig den spielerischen und taktischen Elementen im Training widmen. „Jetzt haben wir endlich auch wieder Wochen, in denen wir normal trainieren können. Ein Spiel von Sonntag bis Samstag vorzubereiten, den Vorteil gilt es zu nutzen“, sagte er noch vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Bremen.