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Bruma hat zu sich selbst gefunden und will spielen

Bärenstarker Bruma: Der Portugiese trofft zum 3:2 gegen Bremen (Foto: imago).

Bärenstarker Bruma: Der Portugiese trofft zum 3:2 gegen Bremen (Foto: imago).

Nur einmal stand Bruma in den ersten neun Spielen der Bundesliga in der Startelf. Auch aufgrund von Emil Forsbergs Verletzung waren es danach bis zur Winterpause vier Startelfeinsätze in acht Partien. Nur einmal blieb der Offensivmann von RB Leipzig aufgrund muskulärer Probleme komplett außen vor.

Lage bei RB Leipzig für Bruma verbessert – Kein Bekenntnis für die Zukunft

„Ich selbst habe mich nicht großartig verändert“, erklärt Bruma dazu im Kicker (Print). Allerdings sei er „auf dem Platz jetzt mehr ich selbst, ich spiele so, wie ich bin, und ich gebe mich im Training so, wie ich bin.“ Dazu beigetragen habe auch, dass er durch Europa League und portugiesische Nationalelf Einsatzzeit bekommen habe. Im Nationalteam spielte der 24-Jährige in dieser Saison bisher fünfmal, schoss ein Tor und trug nicht unwesentlich dazu bei, dass Portugal in der Nations League Gruppe 3 den ersten Platz belegte.

Noch im Oktober hatte Bruma die mangelnde Einsatzzeit bei RB Leipzig beklagt. „Meine Situation ist klar besser als im Oktober“, sagt er nun. Dabei traut er dem Frieden aber offenbar noch nicht komplett. „Ich will in einer Mannschaft sein, in der ich spiele. Das ist das alles Entscheidende“, erklärt er bezüglich seiner Zukunft bei RB und einem möglichen Wechsel. Nur mit „Spielpraxis und Selbstvertrauen“ könne er sein Potenzial abrufen. „Ich kann noch mehr bringen“, schätzt er in jedem Fall richtig zu seinem aktuellen Leistungsstand ein.

Veränderter Bruma jubelt wie nie zuvor

Dass sich Bruma in der jüngeren Vergangenheit verändert hat, sieht auch Willi Orban so. „Er ist proaktiv geworden, hat einen Riesenschritt gemacht“, so der Innenverteidiger von RB Leipzig. Im Kreise der Mitspieler habe man dem Portugiesen als Anstoß für diese Entwicklung auch immer mal „einen kleinen Arschtritt verpasst“.

„Einen ganz anderen Spieler“ sieht Trainer Ralf Rangnick. „Ich habe das Gefühl, er ist in den letzten zwei Monaten erst richtig angekommen in Leipzig.“ Zuletzt hatte Bruma am letzten Spieltag der Hinrunde beim 3:2 gegen Bremen sein erstes Tor in der Bundesliga in dieser Saison erzielt. Das war gleichbedeutend mit dem vielumjubelten Siegtreffer. Die Jubelpose nach dem Treffer zeigte einen emotionalen Bruma, wie man ihn in Leipzig in den letzten eineinhalb Jahren sehr selten bis nie gesehen hat.

(RBlive/ mki)