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Lok-Präsident will von RB-Nachwuchsarbeit profitieren

Lok-Präsident Thomas Löwe will von der Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig profitieren. (Foto: Imago)

Lok-Präsident Thomas Löwe will von der Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig profitieren. (Foto: Imago)

Bei Lok Leipzig plant man für die nächsten Jahre den Aufstieg in die dritte Liga. Beim sportlichen Wachstum hofft man dabei auch auf den Bundesliga-Nachbarn von RB Leipzig bzw. dessen Nachwuchsarbeit.

Aufgrund der dortigen Anforderungen werden es nur ganz wenige Spieler nach ganz oben schaffen. „Und die, die gegebenenfalls nicht den Sprung von der C-Jugend in die B-Jugend schaffen, sind eine gute Gelegenheit für uns, an diese Spieler heran zu treten. Da können wir schon davon profitieren“, hofft Lok-Präsident Thomas Löwe im Interview mit BILD.

Geplante Kooperation im Nachwuchsbereich zwischen Lok und RB Leipzig scheiterte einst

Als RB 2009 in den Leipziger Fußball und auch im Nachwuchsbereich die Verhältnisse auf den Kopf stellte, war man bei Lok nicht so begeistert. Damals „waren wir natürlich nicht glücklich, als plötzlich ein erheblicher Teil unserer Nachwuchsspieler weg und bei RB war“, so Löwe.

2010/2011 hatte der damalige Lok-Chef Steffen Kubald die erwarteten Dimensionen der RB-Nachwuchsarbeit noch versucht für seinen Verein durch eine Kooperationsvereinbarung zu nutzen. Die sah unkomplizierte und kostenlose Wechsel und vor allem eine enge Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich zwischen den Vereinen vor. Die Vereinbarung scheiterte letztlich am Einspruch der Lok-Mitglieder. Steffen Kubald verzichtete auf die Fortführung seines Amtes als Vereinschef.

Großunternehmen in Leipzig mit zu geringem lokalen Sportsponsoring?

Eine Kooperationsvereinbarung mit RB Leipzig wäre im Verein bei Lok wohl immer noch nicht durchsetzbar. Dass man sich für Nachwuchsspieler interessiert, die es auf oberstem Niveau nicht schaffen, liegt aber auf der Hand, wenn man sich wie Lok als sportliche Nummer 2 in der Stadt sieht.

Als Nummer 2 sei es trotzdem schwierig sich in der Stadt in Sachen Sponsoring durchzusetzen. Es geben nicht nur große Fußballvereine, „sondern auch Handball, Eishockey“, so Löwe. „Das ist ein Wettstreit, wo viele Vereine unterwegs sind. Ich würde mir wünschen, dass die in Leipzig ansässigen Großunternehmen auch in die Breite gehen.“

Dass Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro im Sportsponsoring nur 10000 Euro ausgeben, kann Löwe nicht verstehen. „Der Batzen wird in den Zentralen verteilt. Und die Zentralen sind in den alten Bundesländern“, urteilt der Lok-Präsident über die Ursachen des geringen lokalen Sponsorings.

(RBlive/mki)