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Forsberg-Comeback: Wieso Leipzigs Trainer die Euphorie dämpft

Emil Forsberg war sichtlich erfreut, nach langer Zeit bei RB Leipzig wieder trainieren zu können. Foto: imago

Emil Forsberg war sichtlich erfreut, nach langer Zeit bei RB Leipzig wieder trainieren zu können. Foto: imago

Emil Forsbergs letztes Spiel für RB war im Oktober, seitdem fehlt der Schwede mit Leistenproblemen, die zu überwinden länger gedauert hat, als anfangs prognostiziert wurde. Doch jetzt scheint der Zeitpunkt für sein Comeback näher zu rücken.

Das jedenfalls stellte RB-Coach Ralf Rangnick vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund am Samstag in den Raum. Der Trainer erklärte, sein Spielmacher sei weitgehend schmerzfrei und würde „am liebsten gegen den BVB auflaufen, wenn man ihn fragen würde“.

Vorsicht bei Forsberg-Comeback: „Entscheidung mit Verstand treffen“

Das kommt noch zu früh. Rangnick überlegt zwar, ob er den Schweden am Samstag nicht zumindest in den Kader beruft, ein erfolgreiches Abschlusstraining vorausgesetzt. Wichtiger sei aber die Gesamtentwicklung. „Allein, dass er diese Woche alle Einheiten absolvieren konnte, ist mehr, als wir vor zwei Wochen erwartet hatten“, freut sich sein Trainer. Damit könnte Forsberg tatsächlich in Kürze wieder zur Verfügung stehen.

Trotzdem – oder gerade deswegen – trat Rangnick auch auf die Euphoriebremse. „Er hat drei Monate lang kein Spiel, auch keinen Test absolviert. Man muss die Kirche also im Dorf lassen.“ Auch wenn Forsberg ungeduldig sei: „Die Entscheidung müssen wir mit Verstand fällen, nicht mit Emotionen.“

Lange Ungewissheit nährte Zweifel

Seitdem Forsberg ausfiel, wurden zahlreiche Prognosen zu seiner Genesung immer wieder aufgeschoben. Bis schließlich der Spieler selbst davon sprach, womöglich nie wieder schmerzfrei zu sein. Daher ging auch RBlive der „Symphysenproblematik“ näher auf den Grund, die laut Sportwissenschaftler Ingo Froboese die Leistungsfähigkeit oft dauerhaft reduziert. Und auch Ralf Rangnick ließ zwischenzeitlich verlauten, womöglich in Abhängigkeit der Entwicklung auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

(RBlive/msc)