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Kevin Kampl: „Drinnen zu trainieren nervt irgendwann gewaltig“

Kevin Kampl. (Foto: Imago)

Kevin Kampl. (Foto: Imago)

Kevin Kampl ist froh, dass er wieder normal mit der Mannschaft trainieren kann. „Es ist schön, draußen zu trainieren. Drinnen nervt es irgendwann gewaltig“, gesteht er im Interview mit dem MDR. Zwar tut der verletzte Zeh „noch ein bisschen weh und fühlt sich unangenehm an“, aber er könne auf dem Platz nun wieder alles mitmachen.

Daran war vor der Winterpause überhaupt nicht zu denken. Damals kam er wegen des gebrochenen Zehs „irgendwann nicht mehr in die Schuhe. Die letzten drei Spiele vor der Winterpause habe ich nur unter Spritzen gespielt. Da wurde der Zeh komplett betäubt. Es ging sonst nicht mehr. Ich konnte nicht mehr trainieren und wurde für die Spiele nur fit gemacht.“ Zwei Torvorbereitungen steuerte Kampl mit betäubtem Zeh in den letzten drei Spielen noch bei.

Kevin Kampl übernimmt bei RB Leipzig noch mehr Verantwortung

Insgesamt ist der 28-Jährige in dieser Saison in eine zentralere Rolle gerutscht. Nach dem Abgang von Naby Keita habe Kevin Kampl bewusst noch mehr Verantwortung übernehmen wollen. „Ich gehöre bei RB Leipzig zu den älteren Spielern. Und die Position führt auch dazu, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen“, begründet Kampl seine wichtigere Rolle. Dass er inzwischen Papa geworden ist, könnte dazu beitragen, dass er auf dem Platz reifer und verantwortungsbewusster auftritt.

Auch in der Rückrunde soll das mit dem Verein so weitergehen. „Wir wollen unsere gute Form der Hinrunde bestätigen und an unsere gute Defensive anknüpfen. Vorn können wir immer ein Tor schießen. Wenn wir das als Team auf den Platz bringen, werden wir viele Punkte sammeln und hoffentlich unter den ersten vier Mannschaften in der Bundesliga stehen.“ Auch Ralf Rangnick hatte die Champions-League-Quali als Saisonziel ausgegeben.

Kevin Kampl macht sich Gedanken über die Zukunft

In Sachen Karriereziele gibt sich Kevin Kampl zurückhaltend. „Mit 28 überlegt man natürlich noch mal, wie es weitergeht und ob man noch mal einen Schritt macht“, verweist der Mittelfeldmann auf sein Alter und darauf, dass seine Karriere nicht mehr ewig weitergehen werde. Aber „ich will nicht weg. Für mich ist wichtig, dass ich mich wohlfühle, dort wo ich bin und Vertrauen kriege.“ Dieses Vertrauen spüre er bei RB Leipzig, weswegen „ich immer weiter an meine Topleistungen herankomme“.

Am „Limit“ sieht sich der Slowene, der in dieser Saison erneut aus der Nationalmannschaft zurücktrat, dabei allerdings noch nicht. Er fühle sich noch sehr jung. „Ich habe noch ein paar gute Jahre vor mir, wenn ich gesund bleibe. In der Hinrunde habe ich viele Spiele gemacht, soll in der Rückrunde so bleiben. Ich will weiter Vollgas geben.“ Die nächste Chance dazu hat er am Samstag (19.01.2019) gegen den BVB, wo er in der Rückrunde der Saison 2014/2015 spielte.

(RBlive/ mki)