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Mach’s wie Mola: Tyler Adams vor Ligadebüt?

Winterzugang Tyler Adams. Foto: Imago

Winterzugang Tyler Adams. Foto: Imago

Macht es Tyler Adams wie Ademola Lookman? Das ist einer der Fragen, die der Partie von RB Leipzig gegen Dortmund vorausgehen. Sprich, debütiert der Winterzugang gegen den BVB – und trifft?

Lookman, Leihspieler bei den Sachsen im Winter vor einem Jahr, kam wie Adams im Januar an den Cottaweg, allerdings erst am Schlusstag der Transferperiode. Und traf sofort bei seinem ersten Spiel im Dress der „Roten Bullen“. Es war der Rückrundenauftakt gegen Gladbach, Lookman erzielte den 1:0-Siegtreffer.

Rangnick ist bei Tyler Adams zurückhaltend

Heißt das also für Adams: Mach’s wie Mola, Tyler? Der 19 Jahre alte US-Amerikaner steht am Samstag ebenfalls vor einem möglichen Einsatz, Trainer Ralf Rangnick hat sich auf eine Kadernominierung bereits festgelegt. Die Chancen stehen allerdings weniger gut, als sie es bei Lookman waren. Rangnick sagte am Donnerstag: „Es ist ein Unterschied, ob du ein paar Monate oder Jahre bei uns bist oder erst zwei Wochen. Und es ist bei allem Respekt auch ein Unterschied, ob du der beste Mittelfeldspieler der MLS gewesen bist oder in der Bundesliga spielst. Da müssen wir sehen, dass wir ihn Schritt für Schritt heranführen.“

Adams kam in diesem Winter vom Bruderklub aus New York. Der 19-Jährige gilt als großes Talent, ist bereits US-Nationalspieler und soll RB im Defensivzentrum verstärken. Darin aber dürfte Rangnicks Zurückhaltung begründet sein. Das Spiel auf der „Sechs“ ist weit anspruchsvoller als das auf dem offensiven Flügel, auf dem Lookman zu Einsatz kam. Es erfordert speziell im RB-Stil viel Übung, Automatismus und Übersicht.

„Der Junge braucht Zeit“

Zudem ist die Sechs mit Diego Demme, Kevin Kampl, Konrad Laimer und Stefan Ilsanker bestens besetzt. Adams wird sich also gedulden – und lernen – müssen. Nach dem Test gegen Galatasaray Istanbul vergangenen Samstag sagte Rangnick: „Er hat für meinen Geschmack teilweise zu lange den Ball gehalten und auch zu viele Querpässe gespielt.“

Adams hatte gegen die Türken 45 Minuten für sein Debüt bekommen. Am Tag darauf spielte er ebenfalls eine Halbzeit gegen den Wolfsberger AC. Mit seinem Engagement und dem vorgezeigten Talenten ist der Trainer „zufrieden. Aber es war klar, dass er kein Spieler ist, der ewig lange brauchen wird, bis er sich zurechtfindet.“ Dennoch wirbt der Coach für Zurückhaltung. „Der Junge braucht ein bisschen Zeit. Er wechselt ja nicht nur den Verein, sondern auch den Kontinent. Die Zeit bekommt er von uns.“

(RBlive/ mhe)