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Stimmen zum 0:1 gegen den BVB: „Wir sind All-In gegangen“

Aus dem Stadion berichten Ullrich Kroemer und Martin Henkel

Nee, oder?! Leipzigs Bank verzweifelt. Foto: Imago

Was kann man sich kaufen von einem 0:1? Nicht viel. Dieses aber doch, RB Leipzigs Coach Ralf Rangnick sagte nach der Niederlage gegen Dortmund: „Wenn wir weiter so spielen, werden wir die Punkte holen, die wir für die Champions League brauchen.“

Es ist das erklärte Ziel der Sachsen, am Ende der Saison mindestens Vierter zu werden. Dafür haben sie zwar keine Punkte geholt, aber der Trainer war trotzdem weitgehend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen den Tabellenführer, auch wenn der den Leipzigern durch das 0:1 die erste Heimniederlage der Saison beigebracht hat.

Rangnick sagte nach dem Spiel, in dem sein Team in den ersten 20 Minuten bis zum Tor durch Axel Witsel (19.) unterlegen war, dann aber die Partie zunehmend offen gestaltete und am Ende fast doppelt so viele Torschüsse hatte wie der BVB: „Wir haben uns am Anfang schwergetan, haben dann umgestellt, sind mit der Taktik all in gegangen und ab da war es besser. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir zu Null spielen.“

Poulsen: „Wir waren nicht effizient genug!“

Was Rangnick wurmte: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt haben. Wir hatten 14:8 Torschüsse, haben aber kein Tor gemacht.“ Lucien Favre teilte die Einschätzung seines Kollegen. Der BVB-Trainer sagte: „Es war ein sehr, sehr schweres Spiel, es hätte auch anders ausgehen können. Leipzig war sehr gut und immer brandgefährlich. Man darf dabei nicht vergessen, RB war bislang zu Hause ungeschlagen. Deshalb genießen wir diesen Sieg erst einmal.“

Unterm Strich fielen auch alle anderen Urteile ähnlich aus. Auf Leipziger Seite haderten ebenso die Spieler mit der Verwertung der Chancen. „Mehr kann man uns nicht vorwerfen, als das: Wir waren nicht effizient genug“, sagte etwa Yussuf Poulsen. „Aber solche Tage gibt’s.“ Kevin Kampl pflichtete ihm bei. „Wir hätten uns ein Unentschieden verdient gehabt. Und es wäre auch mehr drin gewesen, wenn wir den Ausgleich geschossen hätten. Gerade die 2. Halbzeit war super von uns. Aber so ist es bitter, dass wir als Verlierer vom Platz gehen.“

Auch die Dortmunder hatten kein anderes Spiel gesehen: „Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Maximilian Philipp. „Wir haben uns den Sieg mit Leidenschaft erzwungen. Die Kleinigkeiten haben dieses Spiel entschieden. Wir sind sehr, sehr glücklich über diesen Sieg.“