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Diego Demme: „Würde fast sagen, Leipzig ist meine Heimat geworden“

Diego Demme. (Foto: Imago)

Diego Demme. (Foto: Imago)

Nach Yussuf Poulsen ist Diego Demme der dienstälteste Spieler bei RB Leipzig. Im Januar 2014 wechselte er vom Zweitligisten SC Paderborn zum damaligen Drittligisten RB Leipzig. Vor jeder Saison prognostizierten Beobachter, dass es Demme angesichts der Konkurrenz bei RB Leipzig schwer haben würde, immer wieder setzte sich Demme aber durch. Mit 180 Pflichtspielen in dritter Liga, zweiter Liga, Bundesliga, DFB-Pokal, Sachsenpokal, Champions League und Europa League liegt der Mittelfeldmann inzwischen auf Platz 2 der Rekordliste von RB Leipzig hinter Yussuf Poulsen.

Leipzig als Heimat von Diego Demme, aber nicht ewig

Nach fünf Jahren „würde ich fast sagen, dass Leipzig meine Heimat geworden ist“, bekennt Diego Demme im Kicker (Print). Dass er ewig ein Leipziger sein wird, ist allerdings aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. „Ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann noch eine weitere Erfahrung machen will: das Ausland. Egal, ob es Italien, Spanien oder England ist.“

Als besten Moment seiner bisherigen Karriere empfindet Diego Demme das erste Champions-League-Spiel gegen AS Monaco. „Als wir auf dem Platz standen und die Champions-League-Hymne erklang, war das besonders krass. Ich werde alles daransetzen, dass ich das noch mal erleben darf.“ Für die aktuelle Spielzeit hat RB Leipzig das Ziel Platz 4 ausgegeben. Aktuell belegt das Rangnick-Team diesen Platz mit einem Punkt Vorsprung auf Frankfurt. Auf Platz 3 und Mönchengladbach hat man bereits fünf Punkte Rückstand.

Frostiger Demme-Start bei RB Leipzig

Neben dem Bundesliga-Aufstieg („mein erstes großes Ziel erreicht“) ist Diego Demme auch das Debüt in der Nationalelf in Erinnerung geblieben. Da „ging ein Traum in Erfüllung, das Trikot habe ich direkt zu Hause aufgehängt. Ich bin stolz, das DFB-Trikot getragen zu haben. Ich wäre froh, wenn ich noch mal eingeladen würde, sitze aber nicht die ganze Zeit zu Hause und warte.“ Für Demme blieb es bisher bei dem einen Einsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino im Sommer 2017. Aufgrund von Rückenproblemen verpasste er den Confed-Cup und wurde anschließend von Jogi Löw nicht mehr eingeladen.

So richtig gut los ging es für Diego Demme in Leipzig nicht. In seinem ersten Spiel verlor er mit RB zu Hause gegen Wacker Burghausen mit 0:1. Das „war nicht prickelnd“, erinnert sich Demme. „Es waren fünf Grad minus, wir hatten viele Chancen, und dann hat mein Ex-Mitspieler Georg Teigl einen Rückpass zu kurz gespielt, sodass der Burghauser Stürmer Angelo Hauk zum 1:0-Siegtor traf.“ Es blieb eines der wenigen echten Negativerlebnisse von Diego Demme in Leipzig.

(RBlive)