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Rangnick: „Besser Fußball- als Handballtrainer”

Kanns auch mit der Hand: Ralf Rangnick (Foto: imago).

Kanns auch mit der Hand: Ralf Rangnick (Foto: imago).

Ralf Rangnick ist seit Jahrzehnten Handballfan und -experte. „Ich schaue sehr gerne Handball, eine faszinierende Sportart”, sagte der RB-Trainer und -Sportdirektor am Freitag. Sozialisiert im Handball wurde Rangnick beim Drittligisten Oppenweiler, dessen Spiele er einst regelmäßig mit seiner damaligen Mannschaft Viktoria Backnang besuchte. In diesen Tagen ist der 60-Jährige auch Fan der deutschen Nationalmannschaft und fieberte bei den Spielen mit. Auch beim Halbfinal-Aus gegen Norwegen.

Ralf Rangnick: „Entwicklung von Christian Prokop bemerkenswert”

Dabei interessierte Rangnick wie viele Handballfans auch die Leistung von Bundestrainer Christian Prokop, den er noch aus Leipzig vom SC DHfK kennt. „Ich finde die Entwicklung von Christian Prokop, die er im Umgang mit der Mannschaft vollzogen hat, bemerkenswert”, sagte Rangnick. „Wie er sie bei Entscheidungen und Auszeiten mit ins Boot holt, finde ich klasse. Das zeigt auch, dass er sich selbst reflektiert hat seit der Europameisterschaft.”

Rangnick: Schiedsrichterentscheidungen im Handball „schwer nachvollziehbar”

Lust auf den Job von Prokop und seinen Handballtrainer-Kollegen verspürt Rangnick dennoch keineswegs. „Ich habe sehr früh erkannt, dass es im Zweifel viel besser ist, Fußballtrainer zu sein als Handballtrainer”, sagte er und erklärte: „Auch als Fußballtrainer fühlt man sich Schiedsrichterentscheidungen manchmal ausgeliefert. Aber im Vergleich zum Handball sind wir im Fußball sehr gut besetzt und aufgehoben was die Schiedsrichter angeht. Im Handball ist es teilweise nur schwer nachvollziehbar, warum man jetzt so oder so entscheidet.”

Respekt hat Rangnick auch vor den „Entscheidungen, wann und wie man wechselt, wann man eine Auszeit nimmt”. Der RB-Coach findet „den Handballtrainerjob extrem anspruchsvoll. Ich beneide die Kollegen nicht um ihren Job.” (RBlive/ukr)