Seite neu laden

Rangnick will Upamecano hausintern ersetzen: Nur mit wem?

Kaum zu ersetzen: Dayot Upamecano. Foto: Imago

Nach der schweren Knieverletzung von Dayot Upamecano, die den Franzosen mindestens sieben Wochen außer Gefecht setzt, lautet die große Frage: Wer soll ihn ersetzen?

RB-Coach Ralf Rangnick hat vor dem Spiel gegen Düsseldorf ausgeschlossen, dass er auf diese Frage mit einem Spieler antworten werde, den er erst kaufen müsste. Man habe entschieden, „nicht auf dem Transfermarkt tätig” zu werden, sagte der 60-Jährige am Freitag. Und das aus naheliegenden Gründen: Wenn es eine Position gibt, auf der es an Optionen und Alternativen nicht mangelt, dann ist es die in der Innenverteidigung.

Ungeachtet der Schwere des Verlustes, den der Kader der Sachsen durch Upamecanos Ausfall hinnehmen muss, sieht Rangnick ausreichend Gründe für eine hausinterne Lösung. „Wir haben auf der Position genügend Alternativen“, so der Cheftrainer. „Willi Orban, Stefan Ilsanker und Nordi Mukiele.“ Nicht zu vergessen sei auch Rechtsverteidiger Lukas Klostermann, „der diese Position schon oft in der U21-Nationalmannschaft gespielt“ habe. „Wir werden jetzt von Spiel zu Spiel schauen, was wir brauchen: Ob wir mit einer Viererkette spielen oder drei zentralen Abwehrspielern.“

Mukiele weiß, wie’s innen geht

Dass Rangnick je nach Gegner seine Innenverteidigerrollen bestücken konnte, war bis dato ein großes Trumpf des Trainers, der auch dazu geführt hat, dass RB die beste Abwehr der Liga stellt. Durch Upamecanos Ausfall kommt ihm jetzt aber ein Sprinter abhanden, die Orban und Ilsanker nicht sind. Mukiele böte sich deshalb als Variante an.

Der Franzose, vorigen Sommer aus der Ligue 1 in die Bundesliga gewechselt, kam bislang aber nur als Rechtsverteidiger zum Einsatz, obwohl er gelernter Innenverteidiger ist. Rangnick erklärte das mit besseren Einsatzchancen aufgrund der Konkurrenzdichte auf den Positionen innen. Mit Upamecanos Ausfall aber würden sich neue Chancen bieten. “

Klar wird er jetzt verstärkt innen zum Einsatz kommen“, sagte der Trainer, der davon ausgeht, dass Upamecano nicht vor der nächsten Länderspielpause, sprich Ende März, einsatzfähig sein wird. „Wir haben das mit Nordi im Training schon umgesetzt. Er hat das ja auch oft bei seinem alten Verein so gemacht“, erklärte Rangnick weiter, der sich allerdings nicht sicher ist, wie schnell sich sein Sommerzugang an die Viererkette gewöhnen kann. In Montpellier wurde nämlich „meistens mit drei zentralen Abwehtspielern agiert“. (RBlive/mhe)