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Keine Chance auf Einsätze: Wohin mit Atinc Nukan?

Keine Chance auf Einsätze: Atinc Nukan. Foto: Imago

Neben allen großen Themen, die RB Leipzig dieser Tage beschäftigen, ist ein kleines in den Hintergrund gerückt. Was soll eigentlich mit Atinc Nukan passieren? Der 25 Jahre alte Türke gehört seit vorigen Sommer wieder zum Kader der Sachsen, obwohl ihm der Verein einen Wechsel schon nach dem Aufstieg in die 1. Liga nahegelegt hatte. Es haben sich bis dato aber keine Käufer gefunden.

Kein Ersatz für Upamecano

Die vergangenen zwei Spielzeiten verbrachte Nukan deshalb auf Leihbasis bei seinem alten Jugendklub Besiktas Istanbul – beziehungsweise nach zwei Kreuzbandrissen vor allem in OP’s und Reha-Anstalten. Der türkische Erstligist hat den Innenverteidiger deshalb vorigen Sommer zurück nach Leipzig geschickt, wo er noch bis 2020 Vertrag hat.

Bleibt er? Geht er? Wenn ja, wann – und wohin? Sein Trainer Ralf Rangnick hat sich dieser Fragen vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf angenommen, auch weil Nukan als Ersatz für den am Knie verletzten Dayot Upamecano in Frage käme. Sie spielen ja auf derselben Position.

Der Leipziger Coach hat aber ausgeschlossen, dass der Türke Chancen bekommt, sich zurück in den aktiven Kader der Sachsen zu spielen. „Ati weiß, dass es für ihn schwierig wird, bei uns zu spielen“, sagte Rangnick. „Daran ändert auch die Verletzung von Upa nichts.“ Ein Wechsel wäre deshalb die beste Option, um die Karriere des 1,96-Meter-Mannes noch einmal in Schwung zu bringen.

Rangnick: „Ati ist angesehen und beliebt“

Nur wohin? Rangnick verneinte, dass es Anfragen gäbe. „Das halte ich aber auch nicht für so verwunderlich. Dass die Interessenten nach zwei solchen Verletzungen nicht Schlange stehen, ist klar.“ Rangnick will den Profi, der 2015 für sechs Millionen Euro an den Cottaweg kam, aber keineswegs loswerden.

„Er ist ein sehr willkommener Gast in unsere Trainingsgruppe“, sagte der Trainer. „Er verhält sich einwandfrei und ist auch in der Mannschaft sehr angesehen und beliebt. Er soll nicht das Gefühl haben, dass er bei uns nicht gern gesehen ist. Es gibt keinen Grund, den Jungen nicht höchst anständig zu behandeln. Das sind wir ihm schuldig. Er hat sich uns gegenüber immer korrekt verhalten.“ (RBlive/mhe)