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Rangnick zum Auswärtssieg in Düsseldorf: „Das war mal wieder an der Zeit!“

Zwei Trainer, eine Meinung: Ralf Rangnick (l.) und Friedhelm Funkel. Foto: Imago

Nach dem 4:0 (3:0) von RB Leipzig bei Fortuna Düsseldorf hätte man meinen können, Ralf Rangnick wäre euphorisiert. Doch der Cheftrainer blieb nach dem deutlichen Auswärtserfolg sachlich. Er sagte: „Wir haben vor allem gut gegen den Ball gespielt.“

Gut verteidigt also und Bälle erobert? Das schien nicht die ganze Erklärung für die ersten Auswärtspunkte der „Roten Bullen“ seit dem 3. November (3:0 gegen Hertha BSC) zu sein. Überfallartig hatten sie die Aufsteiger von Beginn an unter Druck gesetzt und waren bereits nach zwei Minuten durch Yussuf Poulsen in Führung gegangen. Fortuna-Keeper Michael Rensing hatte zuvor eine Ecke fallen lassen. Die sei der „Dosenöffner für RB gewesen“, sagte Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel später, dem der Witz seiner Aussage entgangen zu sein schien, denn er war weiter in Gedanken bei der deutlichen Niederlage nach zuletzt vier Siegen in Reihe.

Überzeugendes Auswärtsspiel

Der dienstälteste Trainer der Liga wollte die Pleite aber nicht überbewerten. Shit happens! „Das gibt es manchmal, wenn man nach 15 Minuten gegen eine so gute Mannschaft zurückliegt“, sagte Funkel und meinte dabei die Treffer zwei und drei von Ibrahima Konaté (9.) und wieder Poulsen (16.). „ist es fast unmöglich, wieder zurückzukommen. Unterm Strich war es eine schlechte Leistung von uns. Das ist manchmal so, aber es wirft uns nicht um.“

War es also das Unvermögen der Hausherren plus die frühen Tore die zur Niederlage geführt hatten, oder ein exzellenter Auftritt der Sachsen der Grund? Rangnick sah die Gründe eher im Spiel seiner Mannschaft. „Wir sind sehr froh über die Leistung und das Ergebnis“, sagte er. „Wir haben ein überzeugendes Auswärtsspiel hingelegt, das war aber auch mal wieder an die Zeit.“

So kontrolliert der Trainer den Sieg analysierte, so sehr erheiterte ihn der erste Treffer seines Innenverteidigers Konaté. Er habe erst überhaupt nicht begriffen, was der Franzose da im Angriff zu suchen gehabt hätte, berichtete Leipzigs Cheftrainer, habe sich dann aber sehr über dessen ersten Treffer für den Verein sehr gefreut. „Stefan Ilsanker (Mitspieler, Anm. Red.) hat ihm in der Kabine dann das Trikot mit der Nummer 10 gegeben. Er hat über Emil Forsbergs Namen einfach den von Ibu geklebt.“