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Comeback in Düsseldorf: Forsberg kann „wieder mit den Jungs zocken”

Von Ullrich Kroemer
Zurück auf dem Rasen: Emil Forsberg (Foto: imago).

Zurück auf dem Rasen: Emil Forsberg (Foto: imago).

Als Emil Forsberg in Düsseldorf beim Stande von 4:0 in der 73. Minute für Diego Demme eingewechselt wurde, brach euphorischer Jubel und Applaus im Gästeblock aus. Dreieinhalb Monate hatte es schließlich gedauert, bis der Schwede seit seiner erneut aufgebrochenen Leisten- und Adduktorenverletzung wieder bei einem Bundesligaspiel dabei sein konnte.

Emil Forsberg zeigt Außenrist-Pass, Haken und Strafraumszene

Der 27-Jährige konnte zwar keine entscheidenden Akzente mehr setzen, weil das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst gelaufen war. Doch es war toll zu sehen, wie Forsberg einen Außenrist-Pass auf Matheus Cunha spielte, mit dem Ball eng am Fuß Haken schlug oder in einer Szene selbst in den Strafraum drang. Ein Comeback, das Lust auf mehr machte.

Am Freitag hatte Trainer Ralf Rangnick noch nicht sehr optimistisch geklungen, dass der Spielmacher schon wieder soweit sei, um auch Spielminuten zu bekommen. Doch aufgrund des Spielverlaufs bekam Forsberg seine Chance. „Es ist natürlich ein tolles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs zu zocken”, sagte Forsberg RBlive erleichtert.

Emil Forsberg: „Wieder in den Rhythmus kommen”

Fast genauso wichtig wie der Einsatz an sich war die Nachricht am Tag darauf, dass auch nach dem Spiel keine neuen Schmerzen an Forsbergs empfindlicher Schambeinfuge (Symphyse) auftraten. Der Nationalspieler erschien gut gelaunt zum Training der Ersatzspieler. „Es geht mir gut”, sagte er strahlend. Die Einheit absolvierte er voller Ehrgeiz. „Ich habe keine Beschwerden mehr, fühle mich gut und muss jetzt einen Schritt nach dem anderen machen. Es geht jetzt in erster Linie darum, wieder in den Rhythmus zu kommen.”


Der Anfang also ist gemacht, dass Forsberg in der Rückrunde wieder ein wichtiger Bestandteil des Teams wird. Sein Saisonziel, wieder 30 Scorerpunkte wie 2016/17 zu schaffen, kann er freilich nicht mehr schaffen. „Aber ich habe mir neue Ziele gesetzt”, hatte er in der vergangenen Woche bei einem Mediengespräch gesagt. Das erste, wieder in der Bundesliga auf dem Platz zu stehen, hat er schon erreicht.