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Ralf Rangnick: „Europa League für viele eher Fluch als Segen“

Ralf Rangnick findet, die Europa League ist "für viele Vereine eher Fluch als Segen". Foto: imago

Ralf Rangnick findet, die Europa League ist „für viele Vereine eher Fluch als Segen“. Foto: imago

Mit seinen Aussagen zum Stellenwert der Europa League hatte Ralf Rangnick nach der Niederlage beim FC Salzburg Aufsehen erregt, weil sie eine überraschende Kehrtwende in der Kommunikation darstellten. Rückblickend hätte er an seiner Herangehensweise nichts geändert, wohl aber andere Worte gewählt, wie der Trainer von RB Leipzig am Sonntag bei Jörg Wontorra erklärte.

Ralf Rangnick bereut Wortwahl zum Stellenwert der Europa League

Klare Zielvorgabe bei RB ist die Champions League, „dem haben wir auch untergeordnet, dass wir in der Europa League eben den gesamten Kader genutzt haben, um immer wieder in der Bundesliga mit der ausgeruhtesten Mannschaft an den Start zu gehen“, wiederholte Rangnick bei Sky. Schließlich sei er „immer noch der Meinung, dass die finanzielle Diskrepanz zwischen Europa League und Champions League viel zu groß ist.“ Das sei auch dem FC Köln zum Verhängnis geworden und habe zuvor auch Freiburg und Augsburg beinahe um den Klassenerhalt gebracht. „Für viele Vereine ist es eher Fluch als Segen“, brachte Rangnick seine Sicht auf den Wettbewerb zum Ausdruck. Das sprach wohl auch der Sportdirektor aus ihm.

RB scheitert erst an Salzburg, dann an Trondheim

Mit der Vorsaison unter Ralph Hasenhüttl war die Situation nicht ganz vergleichbar. RB stieg da erst nach der Gruppenphase der Champions League in die K.o.-Runde der ungeliebten Europa League ein. Und man sollte auch nicht vergessen: Auch mit Rotation hätte es RB beinahe geschafft, beiden Ziele gerecht zu werden. Nach dem 0:1 in Salzburg hatte Rangnick erklärt, dass sich mit der Europa League in Leipzig niemand mehr beschäftigt, obwohl RB mit einem Sieg gegen Trondheim noch im Rennen war. „Aber ich würde das im Rückblick so nicht nochmal wiederholen“, so der RB-Coach am Sonntag.

Unterm Strich bleibt der Eindruck, dass Rangnick die internationalen Ausflüge vom I-Tüpfelchen zum B-Turnier herabgestuft hat. Immerhin muss sich Julian Nagelsmann ab dem Sommer darüber den Kopf nicht unbedingt zerbrechen. Mit dem 3:0 gegen Hannover 96 konnte RB den Vorsprung auf Eintracht Frankfurt auf fünf Zähler ausbauen.

(msc)