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Spieler träumen von Berlin – Chancenverwertung stört bei historischem Pokalerfolg

Aus dem Stadion berichten Ullrich Kroemer und Martin Henkel
RB Leipzig jubelt nach dem Sieg gegen Wolfsburg. Foto: imago

RB Leipzig jubelt nach dem Sieg gegen Wolfsburg. Foto: imago

RB Leipzigs Spieler und Trainer Ralf Rangnick waren nach dem 1:0 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg hoch zufrieden. Schließlich hat das Team zum ersten Mal in der knapp zehnjährigen Klubgeschichte die Runde der letzten Acht im DFB-Pokal erreicht.

Ralf Rangnick: „Gegen den Ball die beste Phase”

„Ich finde, dass wir im Spiel gegen den Ball ein absolut überzeugendes Spiel gemacht haben gegen einen fußballerisch klar besseren Gegner als es die beiden waren, die wir zuvor hatten”, lobte Trainer Ralf Rangnick. „Im Moment haben wir gerade mit die beste Phase im Spiel gegen den Ball. Zurzeit haben wir Zutrauen zu dem, was wir machen.”

Mann des Abends war Matheus Cunha, der das 1:0 erzielte (15.). „Ich bin sehr glücklich, dass mein Tor zum Sieg gereicht hat. Lukas hat den Ball perfekt durchgespielt. Ich konnte die Kugel behaupten und zum 1:0 einschieben. Ein tolles Gefühl, ein so wichtiges Tor geschossen zu haben”, sagte der Brasilianer strahlend.

Torschütze Cunha: „Hätten mehr Treffer machen müssen”

Einziger Wermutstropfen: die Chancenverwertung. Dass das Spiel bei 21:6 Torschüssen und zahlreichen weiteren vergebenen Kontergelegenheiten nur 1:o endete, war fast schon grotesk. „Das einzige, was man kritisieren kann, ist, dass wir bei der Vielzahl der Chancen nicht früher den Sack zugemacht haben”, sagte Rangnick. Cunha pflichtete seinem Trainer bei: „Wir haben gut gespielt, hätten nur den einen oder anderen Treffer mehr machen müssen.”

Kapitän Orban: „Haben die Chance, nach Berlin zu fahren”

Auch Kapitän Willi Orban kritisierte, „dass wir viel früher das zweite Tor hätten machen können”. Generell freute sich der Spielführer aber über ein „hochverdientes” Weiterkommen. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich glaube, dass dieses Jahr noch mehr drin ist”, sagte Orban und prophezeite: „Wenn wir weiter so stabil stehen, haben wir dieses Jahr auch die Chance, eventuell nach Berlin zu fahren. Das wäre ein Riesenereignis. Natürlich braucht man auch ein bisschen Losglück, aber momentan haben wir eine sehr gute Phase.” Keeper Peter Gulacsi ergänzte: „Es ist jetzt relativ egal, wer kommt, wenn man den Pokal holen will, muss man gegen jeden gewinnen.”