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RB-„Oldie“ Marcel Halstenberg: „Fühle mich manchmal wie ein alter Sack“

Marcel Halstenberg überzeugt bei RB Leipzig derzeit mit starken Leistungen. (Foto: Imago)

Marcel Halstenberg überzeugt bei RB Leipzig derzeit mit starken Leistungen. (Foto: Imago)

Am Mittwochabend zog Marcel Halstenberg mit RB Leipzig durch einen Sieg gegen den VfL Wolfsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokal ein. Mit dfb.de sprach er zuvor über seine Rolle in der Mannschaft.

Halstenberg: „Man fragt sich, wo die Zeit geblieben ist“

Mit seinen 27 Jahren ist Marcel Halstenberg der viertälteste Spieler im Team und gut 4 Jahre über dem Durchschnitt des Kaders. Den Generationenunterschied spüre er durchaus in der Kabine, gibt er zu. „Wenn wir miteinander quatschen, fühle ich mich tatsächlich manchmal wie ein alter Sack“, sagt Halstenberg. Da kann man sich als Fußballprofi schnell mal fragen, „wo die Zeit geblieben ist“. Halstenberg selbst wird in diesem Jahr Vater, im Alter von Tyler Adams oder Ibrahima Konaté zählen noch andere Dinge. „Aber die Jungs sorgen immerhin dafür, dass ich nicht alt werde“, findet der Linksverteidiger.

Spätstarter Halstenberg war „früher zu nervös“

Als er selbst in dem Alter war, habe ihm die Abgeklärtheit und die Ruhe am Ball gefehlt, sagt er über die Anfänge seiner Karriere. „Ich war noch etwas zu nervös und habe Zeit gebraucht, um die einzelnen Spielklassen durchzugehen und aus jeder Liga etwas für mich mitzunehmen.“ Halstenberg gehört zum Kern des Teams, der seit über drei Jahren dabei ist. Wenn er zurückdenkt, hat sich im Verlauf der Zeit auch die Haltung gegenüber seinem Verein geändert. „Sicherlich gibt es in einigen Auswärtsspielen etwas Gegenwind, aber das ist völlig normal als Gastmannschaft. Da wird definitiv kein Team mit Applaus empfangen.“

Bald wieder ein Thema für Jogi Löw?

2015 wechselte er vom FC St. Pauli zu RB Leipzig und stieg gleich in die Bundesliga auf. Ein relativ später Start in die höchste Spielklasse des Profifußballs, dafür umso steiler. Denn zwei Jahre später bestritt er sein erstes Spiel für die deutsche Nationalmannschaft. „Gerade in schwierigen Zeiten, als ich mich kurz danach verletzt hatte, blickte ich gerne auf dieses Spiel zurück.“ Nun schaue er lieber nach vorne. „Ich möchte mich mit guten und konstanten Leistungen wieder für die Nationalmannschaft empfehlen.“ Mit starken Auftritten seit der Winterpause dürfte dem Linksverteidiger dieses Vorhaben vorerst geglückt sein.

(RBlive/ msc)