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Stimmen nach Null-Nummer gegen Frankfurt: „Es überwiegt gerade der Ärger“

Gibt’s do nicht! Timo Werner nach seiner verpassten Großchance gegen Frankfurt: Foto: Imago

Dem Gegner kein Tor zugelassen, selbst aber auch keines geschossen: Was war das für ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt für den Tabellenvierten RB Leipzig? In Anbetracht der vielen eigenen Chancen überwog kurz nach dem Spiel der Ärger über zwei verschenkte Punkte.

Nicht falsch verstehen. Alle Akteure der Sachsen wiesen im Anschluss an das Remis darauf hin, gegen wen sie da gespielt hätten: Gegen den Tabellennachbarn, der sich mit seinem Büffelherden-Dreier Rebic-Jovic-Haller zum Schrecken aller Bundesligavertediger entwickelt hat. Die Null hinten feierten deshalb alle Leipziger als Erfolg.

Linksverteidiger Lukas Klostermann fand: „Es war positiv, dass wir uns gegen eine so offensiv starke Mannschaft keinen gefangen haben. Wir hatten Frankfurt sehr gut im Griff. Unsere Dreierkette hat so gut wie keinen Zweikampf verloren, das war der Schlüssel für die wenigen Chancen der Frankfurter.“ Sein Vordermann Diego Demme sagte: „Wir sind zufrieden mit dem Punkt und haben den Abstand auf Frankfurt gehalten.“

Doch es gab ja noch eine Handvoll eigener Chancen, teils von hochkarätiger Güte. Entweder aber fehlten Zentimeter, oder der Pfosten stand im Weg oder ein Gegenspieler wie bei einer Hackenchance von Kapitän Willi Orban nach einer Ecke. Der Abwehrchef haderte deshalb mit dem Ergebnis: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Aber es gab eine Menge skurriler Szenen mit Pfosten, auf der Linie retten etc.. In Anbetracht der anderen Ergebnisse überwiegt der Ärger. Drei Punkte wären drin gewesen.“

Ähnlich empfand Trainer Ralf Rangnick. Gerade weil durch das 0:3 von Borussia Mönchengladbach gegen Hertha BSC eine Annäherung an Platz drei drin gewesen wäre. „Aufgrund der zweiten Halbzeit und unseres Chancenplus‘ fühlt sich das Ergebnis so an, dass ich nicht sagen kann, ich bin zu 100 Prozent zufrieden. Das liegt aber nicht daran, dass wir fahrlässig mit den Chancen umgegangen sind, heute hat einfach das Quentchen Glück gefehlt.“

Wie war das also: Zwei Punkte verloren oder einen gewonnen? Beides. Doch im Angesicht von noch über einem Dutzend ausstehender Spiele fand etwa Orban, dass der Punkt „langfristig gesehen sehr okay ist“. Es bliebt schließlich bei fünf Punkten Abstand auf Frankfurt. (RBlive/mhe)