Seite neu laden

Kriselnder VfB Stuttgart setzt auch gegen RB Leipzig auf Markus Weinzierl

Markus Weinzierl hat es beim VfB Stuttgart aktuell nicht leicht. (Foto: Imago)

Markus Weinzierl hat es beim VfB Stuttgart aktuell nicht leicht. (Foto: Imago)

Der stark unter Druck geratene Markus Weinzierl bleibt Trainer beim VfB Stuttgart. „Er wird heute das Training leiten, er wird auch in dieser Woche das Training leiten, und er wird gegen Leipzig auf der Bank sitzen“, sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke am Montag in Stuttgart. Tags zuvor hatten die Schwaben 0:3 bei Fortuna Düsseldorf verloren. „Das war ein Rückschlag für uns alle“, sagte Reschke. „Unser aller Aufgabe ist es, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Wir dürfen uns jetzt nicht selbst zerfleischen. Wir müssen für die nächsten Spiele erreichen, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt und müssen daran glauben, dass es uns gemeinsam gelingt, die Liga zu halten.“

Aufgrund der sportlichen Krise und nur drei Siegen in 14 Partien unter Weinzierl wurde bereits über einen Nachfolger spekuliert. In der Öffentlichkeit wurden bereits Namen für die Nachfolge von Trainer Markus Weinzierl genannt. Nach Bild-Informationen wurden Felix Magath (65/zuletzt in China bei Shandong Luneng), Markus Gisdol (49/zuletzt beim HSV) und Jürgen Klinsmann (54) als Kandidaten gehandelt.

VfB-Übergangslösung für das Spiel gegen RB Leipzig im Gespräch

Der Kicker (Print) brachte eine Übergangslösung ins Spiel. Um einem möglichen neuen Coach mit den Bundesliga-Spielen gegen RB Leipzig und bei Werder Bremen einen Fehlstart, wie ihn Weinzierl mit drei Niederlagen und 0:11 Toren erlebte, zu ersparen, könnten übergangsweise Co-Trainer Andreas Hinkel und/oder U-19-Coach Nico Willig übernehmen.

Maurizio Gaudino, 1992 Meister mit dem VfB, stellte am Sonntagabend in der Sendung Sport im Dritten im SWR Fernsehen fest: „Das macht schon angst und bange.“ Der Trainer sei immer das schwächste Glied, man könne auch nicht 22 Spieler austauschen. „Da muss was in den Spielerköpfen passieren, aber letztendlich ist da der Trainer immer der Leidtragende“, sagte Gaudino. „Den Trainer zu entlassen, ist immer der letzte Trumpf, um abzulenken!“

Bei den Schwaben entscheidet über die Trainer-Frage der Präsidialrat mit Club-Chef Wolfgang Dietrich (70) an der Spitze. „Ist es der ganz große Knall – mit einem Abgang von Coach und Sportvorstand? Ganz egal, wie sich die hohen Herren unter dem roten Dach nun entscheiden: Der nächste Entschluss muss sitzen – es geht um nicht weniger als die Zukunft des VfB Stuttgart“, kommentierte die Stuttgarter Zeitung die Lage beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten.

VfB unter Markus Weinzierl weiter auf Talfahrt

Der VfB präsentierte sich bei der 0:3-Niederlage in Düsseldorf desaströs. Der 44 Jahre alte Weinzierl hatte nach dem siebten Spieltag die Nachfolge von Tayfun Korkut angetreten, die Talfahrt aber bislang nicht stoppen können. Unter seiner Führung gelangen den Stuttgartern nur drei Siege und ein Unentschieden, zehn Ligaspiele dagegen verlor das Team.

Als Tabellen-16. hat der VfB nur einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und liegt nur drei Zähler vor Schlusslicht 1. FC Nürnberg. „Wenn wir so weiterspielen, kann es in die zweite Liga gehen“, sagte VfB-Torwart Ron-Robert Zieler. Nächste Aufgabe der Stuttgarter ist das schwere Heimspiel gegen den Tabellenvierten RB Leipzig am Samstag (16.02.2019, 15.30 Uhr). 13 Spiele bleiben den Schwaben noch, um die Abstiegsgefahr zu bannen und zumindest die drei Punkte Rückstand auf den Tabellen-15. FC Augsburg aufzuholen.

(DPA/ RBlive)