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VfB Stuttgart muss gegen RB Leipzig auf Offensivkraft verzichten

Nicolas Gonzales verabschiedet sich für die Partie gegen RB Leipzig und zwei weitere Bundesligaspiele. (Foto: Imago)

Nicolas Gonzales verabschiedet sich für die Partie gegen RB Leipzig und zwei weitere Bundesligaspiele. (Foto: Imago)

Der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart muss am Samstag gegen RB Leipzig (16.02.2019, 15.30 Uhr) und in zwei weiteren Bundesligaspielen auf Nicolas Gonzalez verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte den 20 Jahre alten Stürmer für diesen Zeitraum wegen einer Tätlichkeit in der Partie bei Fortuna Düsseldorf, teilte der DFB am Montag mit. Gonzalez war in der Nachspielzeit des Feldes verwiesen worden. Der Spieler beziehungsweise der Verein hat dem Urteil zugestimmt.

Nicolas Gonzales nach schwerem Start langsam in Stuttgart angekommen

Der Stürmer war für fast zehn Millionen Euro im vergangenen Sommer aus Argentinien gekommen. Die hohen Erwartungen an das Talent erfüllten sich bisher allerdings nur teilweise. Vor allem im Torabschluss haperte es im Saisonverlauf oft. Zuletzt bereitete er aber beim Heimspiel gegen Freiburg beide Tore sehenswert vor und schien seinen Platz im Team gefunden zu haben. In Düsseldorf leistete er sich nun in der Nachspielzeit der Partie eine Tätlichkeit, die in der aktuellen Lage seines Klubs eine Sperre zur Unzeit mit sich bringt.

Durch die 0:3-Niederlage in Düsseldorf ist der VfB Stuttgart noch tiefer in den Abstiegsstrudel geraten. Nur noch einen Punkt Vorsprung haben die Schwaben auf Hannover 96 und einen direkten Abstiegsplatz. Augsburg und der erste Nichtabstiegsplatz sind drei Punkte entfernt. Unter Markus Weinzierl hat der VfB in 14 Spielen nur dreimal gewinnen können.

VfB Stuttgart will sich vor Spiel gegen RB Leipzig nicht zerfleischen

Trotz der Negativbilanz hatte sich der Klub am Montag entschieden, zumindest für das Spiel gegen RB Leipzig auf Markus Weinzierl zu setzen. „Ohne Wenn und Aber“ werde der Trainer auch gegen Leipzig den Stuttgarter Kader betreuen, so Sportvorstand Michael Reschke. Weinzierl ist Stuttgarts dritter Trainer seit Reschkes Amtsantritt im Sommer 2017.

Für das Spiel gegen RB Leipzig forderte Reschke nun einen „Schulterschluss“ beim VfB. „Wir müssen für die nächsten Spiele erreichen, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt und müssen daran glauben, dass es uns gemeinsam gelingt, die Liga zu halten. Wir dürfen uns jetzt nicht selbst zerfleischen“, so Reschkes Ansagen. Auf der Suche nach dem dringend benötigten Befreiungsschlag muss man nun allerdings auf Nicolas Gonzalez vorläufig verzichten.

(RBlive/ mki/ mit DPA)