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Planänderung beim Stadionausbau: Wackelt die EM 2024 in Leipzig?

Hier sollen in der Red Bull Arena bei RB Leipzig Stehplätze entstehen. Noch vor einem möglichen Ausbau der VIP-Logen. Foto: imago

Hier sollen in der Red Bull Arena bei RB Leipzig Stehplätze entstehen. Noch vor einem möglichen Ausbau der VIP-Logen. Foto: imago

Im Zuge des Fantreffens am Montagabend gab RB Leipzig Aktuelles zum Thema Stadionumbau bekannt. Die Stehplätze im Heimbereich sollen wie geplant in den nächsten zweieinhalb Jahren entstehen.

Ausbau des VIP-Bereichs verschoben – Stehplätze wie geplant

Außerdem sollen in dem Zeitraum Durchbrüche durch den Stadionwall, neue Kioske und Toiletten, neue Einlässe auf der Festwiese und Verbesserungen an der Stadiontechnik die Zugänglichkeit und den Aufenthalt in der Red Bull Arena optimieren. Von den Umbauten der VIP-Logen und dem Ausbau der Zuschauerkapazitäten ist in diesem Zusammenhang keine Rede mehr.

Oliver Mintzlaff erklärte die Zurückhaltung beim Ausbau der Stadionkapazität zuletzt mit gestiegenen Baukosten. Erst nach Investitionen in die Infrastruktur des Stadions werde man einen Ausbau der Kapazität angehen und prüfen, in welchen Größenordungen der stattfinden soll. Die Planung sei dabei auch „von der sportlichen Entwicklung“ abhängig. Zuletzt waren die Zuschauerzahlen in der Red Bull Arena erheblich zurückgegangen.

Wackelt Leipzig als Spielort für die Europameisterschaft?

Bis auf 57.000 Zuschauer könnte RB Leipzig das Stadion theoretisch ausbauen. Für die Europameisterschaft hatte sich Leipzig mit der Red Bull Arena mit einer Kapazität von knapp 50.000 Sitzplätzen beworben. Das wäre eine der größtmöglichen Umbaumöglichkeiten, wenn man bedenkt, dass die Maximalgröße von 57.000 Zuschauern durch Stehplätze im Heim- und Gästeblock erreicht wird und für die Europameisterschaft ein reines Sitzplatzstadion zur Verfügung gestellt werden muss.

Die LVZ glaubt, dass Leipzig als Spielort für die Europameisterschaft „wackelt“, falls der Ausbau des Stadions auf die in der Bewerbung angegebene Größe nicht zustande kommt. Nürnberg und Hannover, die bei der Vergabe leer ausgingen, sollen bereits als Alternativen „drängeln“. Mit jeweils rund 45.000 Sitzplätzen wären die dortigen Stadien allerdings nur unwesentlich größer als die Leipziger Red Bull Arena mit ihren aktuell knapp 42.000 Sitzplätzen.

Sinkende und einfachere Preise in der Red Bull Arena

Ändern soll sich künftig in der Red Bull Arena auch die Preispolitik, die RB Leipzig einfacher und günstiger gestalten will. Definitiv keine Änderung wird es bei der Haltung des Vereins zum Thema Pyrotechnik geben: „RB Leipzig steht für eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Pyrotechnik und Gewalt – innerhalb und außerhalb des Stadions“, ist auf der Webseite zu lesen. Dass es auf dem Fantreffen am Montag eine entsprechende Forderung von ultranahen Fangruppen gegeben haben soll, ist nach RBlive-Informationen falsch.

(RBlive/ msc/ mki)