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„Italien, Spanien oder England”: Diego Demmes „Traum, ins Ausland zu gehen”

Internationales Flair: Der Deutsch-Italiener Diego Demme gegen den SSC Neapel (Foto: imago).

Internationales Flair: Der Deutsch-Italiener Diego Demme gegen den SSC Neapel (Foto: imago).

Diego Demme gehört bei RB Leipzig seit Drittligatagen zu den Leistungsträgern. Einen zuverlässigeren, ehrgeizigeren Spieler als ihn, der dabei stets sein Level hält und Qualität anbietet, kann sich kein Klub wünschen. Im Interview mit dem RB-Leipzig-Fanportal rb-fans.de bekräftigte Demme nun, dass er diese Vorzüge eines Tages auch für einen anderen Klub zeigen will. Demme zieht es spätestens im letzten Drittel seiner Karriere ins Ausland.

Zwar fühle er sich „nach wie vor sehr wohl” bei RB. Doch Demme betont: „Irgendwann einmal möchte ich auch noch einmal eine Auslandserfahrung machen, sei es Italien, Spanien oder England. Ich möchte gerne in meiner Karriere nochmal ein anderes Land kennenlernen.”

Diego Demme: „Nächstes Jahr Meister”

Bis etwa 34 Jahre könne er noch „auf dem Niveau spielen. Das Ende ist zwar noch nicht in Sicht, aber der Traum, ins Ausland zu gehen, ist für die Zukunft auf jeden Fall da.“ Vorerst aber hat er Ziele mit Rasenballsport. Auf die Frage, ob er den Pokalsieg 2019 oder die Meisterschaft 2020 vorziehe, sagte er trocken und ohne weiteren Kommentar: „Da würde ich eher nächstes Jahr Meister nehmen.”

Aktuell genießt Demme das internationale Flair im RB-Kader. „Ich finde es cool, dass es bei uns so viele verschiedene Kulturen im Team gibt”, sagte der 27-Jährige. Er habe viel mit den Zugängen Matheus Cunha und Marcelo Saracchi unternommen: „südamerikanische Abende mit Asado-Grill”.

So ist der uneitle Routinier Demme auch Integrationsmotor im Team. „Durch mein Italienisch konnte ich beide ein wenig integrieren, weil Matheus auch Italienisch spricht und Spanisch letztlich ähnlich ist. Ich finde es jedenfalls sehr schön neue Kulturen kennenzulernen und zu erfahren, wie die Leute so ticken.”

Diego Demme: „Nehme mir vor, torgefährlicher zu sein”

Auf dem Platz tickt der Defensivspieler Demme wie andere Fußballer auch: Im Grunde will er Tore schießen. „Letzten Endes war es in dieser Saison mein Ziel, mir etwas von weiter vorn abzuschauen. Wie man in die Box reinläuft und vielleicht auch mal das ein oder andere Tor macht”, verriet der Ostwestfale. „So viele Tore wie Timo oder Yussi werde ich logischerweise sicher nie machen, ich nehme es mir zwar immer vor, torgefährlicher zu werden, aber es soll halt nicht sein.” Seinen einzigen Treffer im RB-Trikot beim 4:0 gegen den SC Freiburg 2017 hatte Demme mit dem Verlust eines Zahnes bezahlt.

Ein einziges Mal kam der 1,70-Meter-Mann bislang auch im DFB-Trikot zum Einsatz. Natürlich würde er sich über weitere Nominierungen freuen, geht das aber demonstrativ gelassen an. „Wenn mein Spielertyp aktuell vielleicht weniger gefragt ist, mache ich mir keine Platte und sitze daheim und frage mich, warum ich nicht eingeladen wurde”, sagte Demme, betonte gegenüber Bundestrainer Jogi Löw aber auch seine Vorzüge: „Durchaus möglich, dass er meinen Spielertyp in seinen Plänen derzeit nicht benötigt. Aber ich habe auch keine schlechte Technik, kann durchaus auch bei Ballbesitz meine Stärken einbringen.” (RBlive/ukr)