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Ralf Rangnick: „Ich habe hier etwas aufgebaut, was mir sehr ans Herz gewachsen ist.“

Ralf Rangnick muss sich im Sommer wieder vom Trainerposten bei RB Leipzig und von seinem Team trennen. (Foto: Imago)

Ralf Rangnick muss sich im Sommer wieder vom Trainerposten bei RB Leipzig und von seinem Team trennen. (Foto: Imago)

Deutlich hat Ralf Rangnick Zweifel zurückgewiesen, dass es zwischen ihm und Julian Nagelsmann in der kommenden Saison zu Problemen kommen könnte. Beide Parteien hätten sich trotz anderer Optionen füreinander entschieden. Es wäre „eine Beleidigung unserer Intelligenz“, wenn nun angenommen wird, dass die Beteiligten nicht wissen, worauf sie sich einlassen.

Für Ralf Rangnick bedeutet das, dass er in der kommenden Saison wieder in eine administrative Rolle bei RB Leipzig rutscht. „Ich will dafür sorgen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt, dass sich der Kader weiter verbessert, dass wir auch im finanziellen Bereich wachsen“, benennt der derzeitige RB-Trainer im Kicker (Print) seine künftigen Aufgaben als dann wieder ausschließlich Sportdirektor.

Ralf Rangnick als Vernetzer der Red-Bull-Standorte?

Neben dem Nachwuchsbereich, der bei RB Leipzig weiterhin keinen Ertrag abwirft, könnte sich Rangnick dann auch verstärkt um die internationalen Red-Bull-Standorte kümmern. „Es ist wichtig für RB, in den nächsten Jahren dafür zu sorgen, dass sich an Standorten wie New York oder Brasilien mehr Spieler entwickeln, die für uns als Verstärkungen infrage kommen“, formuliert Ralf Rangnick die Aufgabe.

Bisher hatte sich vor allem Geschäftsführer Oliver Mintzlaff um die Vernetzung mit Red Bull Brasil und den New York Red Bull gekümmert. Während Leipzig aufgrund von UEFA-Regularien formal unabhängig von Salzburg agieren muss und Red Bull das Engagment beim österreichischen Meister deutlich zurückfahren musste, unterliegt das Verhältnis zu den Klubs in Nord- und Südamerika keinen Beschränkungen durch die UEFA. Mit Co-Trainer Jesse Marsch und Tyler Adams hat Leipzig in dieser Saison erstmals Akteure aus New York geholt.

Ralf Rangnick denkt nicht an Abschied von RB Leipzig

In Leipzig fühlt sich Ralf Rangnick, das hatte er in den letzten Wochen und trotz Abschiedsgerüchten immer wieder erklärt, sehr wohl. „Ich sehe ganz klar RB als meinen Arbeitgeber. Leipzig ist meine neue Heimat geworden, ich fühle mich hier wirklich wie zu Hause. Ich habe hier etwas aufgebaut, was mir sehr ans Herz gewachsen ist.“

An einen Abschied von RB Leipzig denkt der Sportdirektor des Klubs entsprechend derzeit nicht. „Sollte es irgendwann zu einer Situation kommen, dass man das Gefühl hat, nichts mehr im Tagesgeschäft bewegen zu können, muss man sich neu zusammensetzen. Aber diese Situation sehe ich aktuell nicht.“

Lob für Rangnick von Verantwortlichen und Spielern

Derzeit ist Ralf Rangnick noch Trainer bei RB Leipzig, sieht sich dabei aber „mehr in der Rolle des beobachtenden Analytikers“ und delegiert im Trainingsalltag viel an sein Team um Robert Klauß und Jesse Marsch. Mit Platz 4 steht Rangnick in der Bundesliga mit seiner Mannschaft gut da. Im DFB-Pokal hat der Verein als Viertelfinalist noch alle Chancen.

Lob bekommt Ralf Rangnick für seine Arbeit von verschiedenen Seiten im Verein. „Ralf macht schlicht und einfach einen hervorragenden Job. Er hat sowohl die Mannschaft als auch viele Spieler weiterentwickelt“, urteilt beispielsweise Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. „Ich habe viele Leute im Fußball kennengelernt, aber noch nie jemanden getroffen, der so verrückt nach Fußball ist. Man kann nur froh sein, dass man unter so jemandem arbeiten darf“, fügt Mittelfeldmann Kevin Kampl hinzu.

(RBlive/ mki)