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Protest light beim Montagsspiel zwischen Leipzig und Hoffenheim

Von Matthias Kießling
In der Fankurve von RB Leipzig ging es beim Montagsspiel gegen Hoffenheim wenig aufregend zu. (Foto: Imago)

In der Fankurve von RB Leipzig ging es beim Montagsspiel gegen Hoffenheim wenig aufregend zu. (Foto: Imago)

Zum dritten Mal musste RB Leipzig in der Bundesliga beim Spiel gegen Hoffenheim zu einem Montagsspiel antreten. Im Gegensatz zu den bisherigen beiden Spielen in Frankfurt und gegen Leverkusen fielen die Proteste gegen den Spieltermin diesmal überschaubar aus.

Montagsspiele von RB Leipzig in der Vergangenheit von Protesten begleitet

In der letzten Saison war es in Frankfurt noch zu massiven Protesten der Eintracht-Fans gekommen, wegen derer sich der Anpfiff beider Halbzeiten verzögerte. Vor Spielbeginn hatten sich Fans im Innenraum versammelt, um mit Bannern gegen Montagsspiele zu protestieren. Vor Beginn der zweiten Halbzeit waren Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen worden. Teile der RB-Anhänger hatten die Partie komplett boykottiert.

Gegen Leverkusen hatte letzte Saison dann ein Aufruf zu einem Stimmungsboykott, der von verschiedenen Fangruppen mitgetragen wurde, für eine Spaltung des RB-Fanblocks gesorgt. Im Nachgang der Partie wurde zwischen den Anhängern weiter erbittert über die Sinnhaftigkeit eines solchen Boykotts und über Montagsspiele gestritten.

Kritische Banner gegen Montagsspiele bei RBL gegen TSG

Vor dem Spiel gegen Hoffenheim hatte es von Seite der RB-Anhänger keinerlei Aufrufe zu Protesten gegeben. Während des Spiels wurden lediglich zwei Banner präsentiert, in denen sich kritisch mit dem Spieltermin auseinandergesetzt wurde. „Unabhängig von Liebe und Verein. Montags dürfen keine Spiele sein“, hieß es zu Beginn der ersten Hälfte. In der zweiten Halbzeit wurde dann noch ein Banner mit dem Vorschlag hinzugefügt, dass der Termin doch gern an die E-Sportler gehen kann.

Auf Hoffenheimer Seite hatten verschiedene Fangruppen zum Boykott des Spiels in Leipzig aufgerufen. Entsprechend waren nur knapp 300 TSG-Fans mit nach Sachsen gereist, nachdem es im Vorjahr noch 1.500 gewesen waren. Auf organisierte Unterstützung durch die TSG-Fans musste die Nagelsmann-Elf verzichten.

Im Gästeblock war es beim Montagsspiel zwischen RBL und TSG vergleichsweise leer. (Foto: Imago)

Im Gästeblock war es beim Montagsspiel zwischen RBL und TSG vergleichsweise leer. (Foto: Imago)

Unspektakulärer Rahmen für Montagsspiel zwischen Leipzig und Hoffenheim

Insgesamt waren mehr als 33.000 Zuschauer bei der Partie anwesend, die im Vorjahr zu einem späteren Zeitpunkt der Saison an einem Samstagnachmittag im Heimbereich noch ausverkauft war. Diesmal blieben auch auf RB-Seite trotz begrenzten Kartenkontingenten für nur zehn Euro rund 4.000 Plätze leer. Es war der drittschlechteste Besuch bei einem Bundesligaspiel in dieser Saison.

Ob die üblichen Witze über die Einschaltquote beim „El Plastico“ ihre Berechtigung hatten, lässt sich nach der Partie nie belegen. Die Begegnung wurde von Eurosport übertragen. Der Sender weist für seine Bundesliga-Übertragungen keine Einschaltquote aus. In der Hinrunde hatte die Partie bei Sky mit 110.000 Zuschauer im Einzelspiel bei Sky eine gute Quote. Am Samstagnachmittag erreichte keine Partie des sechsten Spieltags mehr Zuschauer. Schalke gegen Mainz schalteten beispielsweise parallel nur 80.000 Menschen ein.

Stimmungstechnisch war der Rahmen der Partie zwischen RB Leipzig und der TSG Hoffenheim auch überschaubar spektakulär. In der aus Sicht der Gastgeber mäßigen ersten Halbzeit kam bei Fehlpässen schnell Unruhe im Publikum auf. Auch die Leistung von Schiedsrichter Felix Brych war beim Publikum nicht gut gelitten. Erst mit dem Ausgleich kurz vor Schluss erwachte das Stadion noch mal. Ralf Rangnick persönlich übte sich nach dem Treffer zum 1:1 als Einpeitscher und trieb die Zuschauer mit entsprechenden Armbewegungen an. Es blieb einer der wenigen spannenden Momente in einem von Fanseite her unaufregenden Montagsspiel.