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Schneider-Nachfolge erst im Sommer – Kein Angebot für Nagelsmanns Wunsch-Co-Trainer?

Jonas Boldt ist bei RB Leipzig im Gespräch. (Foto: Imago)

Jonas Boldt ist bei RB Leipzig im Gespräch. (Foto: Imago)

Der Abgang von Jochen Schneider zum FC Schalke 04 kam überraschend. Der Leiter Sport war zuletzt so etwas wie die rechte Hand von Ralf Rangnick und wird künftig als Sportvorstand die Geschäfte in Gelsenkirchen lenken. Damit rückt er aus der zweiten Reihe in Leipzig in die erste Reihe bei einem großen Bundesligisten.

Wer an seiner Stelle die Position des sportlichen Leiters einnimmt, ist noch nicht klar. Nach RBlive-Informationen sollen Schneiders Aufgaben bis zum Saisonende intern aufgeteilt werden. Im Sommer soll die Stelle dann neu besetzt werden. Dann rückt auch Rangnick wieder vollständige auf den Posten des Sportdirektors.

Jonas Boldt bei RB Leipzig die rechte Hand von Ralf Rangnick?

Für die Nachfolge war Jonas Boldt im Gespräch. Der ehemalige Leverkusener hatte am Montag bereits beim Spiel zwischen RB Leipzig und Hoffenheim auf der Tribüne gesessen. Laut BILD verhandelt RB sogar bereits mit Boldt. Doch wie RBlive erfuhr, hat es weder Gespräche mit Boldt gegeben, noch gebe es aktuell Kandidaten.

Der Ex-Leverkusener war zuletzt auch beim FC Schalke 04 im Gespräch. Der scheidende Sportvorstand Christian Heidel berichtete von Gesprächen mit dem Kaderplaner. Laut WAZ spiele die Personalie auf Schalke in den Planungen aber keine Rolle mehr. Unklar ist, ob Boldt künftig eher in der ersten oder weiter in der zweiten Reihe arbeiten will. Auf sehr lang Sicht wäre zwischen RBL und Boldt auch eine Perspektive als möglicher Rangnick-Nachfolger zumindest denkbar.

Boldt wird große Zukunft vorausgesagt

Jonas Boldt war in Leverkusen bis zu seinem Abschied letzten November als zentraler Mann für die Kaderplanung des Klubs bekannt. Aufgrund seiner Qualitäten galt sein Weg in die erste Reihe bei einem Bundesligisten für die Zukunft als sicher. „Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich glaube, dass eine Weiterentwicklung nur durch Veränderung möglich ist“, hatte Boldt bei seinem für Außenstehende überraschenden Abschied bei Bayer erklärt.

Für Aufsehen hatte Boldt auch mit Enthüllungen der Football Leaks gesorgt. Demnach soll der 37-Jährige befreundeten Beratern geholfen haben, höhere Honorare für Spielerverträge zu erhalten. Dafür habe Boldt ein fingiertes Papier zur Verfügung gestellt, mit denen sein Klub Interesse an an einem Torwart erklärte, wegen dem die Berater mit einem anderen Klubs verhandelten. Wegen der fiktiven Konkurrenz konnten die Berater bei ihren Verhandlungen bessere Verträge und Provisionen herausschlagen. Boldt und Bayer wiesen die Vorwürfe in der Form zurück.

Bekommt Julian Nagelsmann seinen Wunsch-Co-Trainer nicht?

Änderungen könnte es nach der Verpflichtung von Julian Nagelsmann auch im Co-Trainerteam von RB Leipzig geben. Zumindest wurde in den Niederlanden zuletzt behauptet, dass Leipzig für Alfred Schreuder eine Million Euro geboten habe. Schreuder ist Co-Trainer bei Ajax Amsterdam und soll dem Bericht zufolge Kandidat für den Co-Trainerposten unter Nagelsmann sein.

Die Sportbild (Print) berichtet nun, dass es ein Angebot für Schreuder von Leipziger Seite bisher nicht gibt. Vielmehr plane RBL mit den bisherigen Co-Trainern Robert Klauß und Jesse Marsch als Nagelsmann-Assistenten. Neben den Nagelsmann-Leuten Benjamin Glück (Video-Analyst) und Timmo Hardung (Teammanager) sollen keine weiteren externen Verpflichtungen in den Trainerstab geholt werden.

Rangnick und Nagelsmann in enger Abstimmung zur Kaderplanung

In Sachen Kaderplanung haben sich dem Bericht zufolge Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann bereits mehrfach abgestimmt. Allerdings werden die letztlichen Entscheidungen von Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff getroffen, die dabei weiter der Philosophie folgen, junge Spieler zu holen, die zu schnellem Pressingfußball passen.

Man hole keinen Spieler an Nagelsmann vorbei. In die Gespräche mit Spielern ist der künftige RB-Trainer aber nicht eingebunden. Aus den Transferüberlegungen in Hoffenheim hält sich Nagelsmann komplett heraus, um nicht an Informationen zu gelangen, die seinem aktuellen Verein eventuell schaden könnten.

Per Nilsson weiter als Kandidat beim 1. FC Nürnberg im Gespräch

Im Gespräch war rund um RB Leipzig zuletzt auch eine Veränderung in der sportlichen Leitung von U16 bis U19. Der dortige sportliche Leiter Per Nilsson gilt als Kandidat für den Posten des Sportvorstands beim 1. FC Nürnberg. Der Kicker (Print) meint, dass es für den ehemaligen Nürnberger „Fürsprecher“ im Club gibt. Auch Felix Magath und Christian Möckel gelten als Kandidaten. Nilsson galt auch als potenzieller Nachfolger für Frieder Schrof als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Schrof wird Ende 2019 65 Jahre alt.

(RBlive/ mki)