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Stimmen zur Nullnummer gegen Augsburg: „Wir haben zwei Punkte verschenkt!“

Leipzig (K. Laimer) im Augsburger Würgegriff. Foto: imago

Spieler wie Keeper Peter Gulacsi fanden nach dem 0:0 gegen Augsburg deutliche Wort in Richtung der Kollegen in der Offensive. „Da muss man auch mal einen reinmachen „, sagte RB Leipzigs Torhüter. „Wir haben heute zwei Punkte verschenkt.“

Mit Blick auf die Champions-League-Qualifikation waren sich die Spieler einig, dass gegen tiefstehende und teils mit einer Sechserkette agierende Augsburger dennoch ein Sieg Pflicht gewesen sei. Aber daheim klappt es zurzeit nicht. Der letzte Heimsieg war das 3:2 gegen Bremen im Dezember. „Wenn du im Jahr 2019 noch keinen Heimsieg hast, nervt das auch“, sagte Marcel Sabitzer. „Dazu haben wir erst ein Heimtor geschossen, das ist auch viel zu wenig.“ Der Österreicher monierte vor allem, dass RB mit zu wenigen Offensivkräften agiert habe. „Wenn man halt mal abzählt, waren nicht all zu viele Offensive auf dem Platz über lange Strecken. Wenn du so einen Block vor dir hast, ist es schwer, da brauchst du auch mal Spieler, die eins-gegen-eins gehen können und für eine Überraschungsmoment sorgen. Vielleicht kam das ein bisschen spät heute.“

Deutliche Kritik am Personal?

Die Kritik an der personellen Strategie wies Trainer Ralf Rangnick von sich. „Wir hatten immer mindestens zwei Stürmer auf dem Platz.“ Der RB-Coach, der nach der Pressekonferenz ohne Handschlag mit seinem Kollegen den Medienraum verließ, erklärte: „Es war das erwartet anstrengende Spiel, was die Räume im Spiel angeht. Ich hätte meiner Mannschaft gewünscht, dass sie mehr umsetzt, was wir unter der Woche besprochen hatten. Wir hatten gute Chancen, aber es hat uns Glück und Durchschlagskraft gefehlt. Dazu kommt, dass unsere Standards nicht so gut waren wie in den vergangenen Wochen. Wir müssen damit leben, dass wir nur einen Punkt geholt haben.“

Baum, der zehn Spieler ersetzen musste, entschuldigte sich beinahe für die defensive Ausrichtung seiner Mannschaft. Ziel sei es gewesen, „Leipzig nicht ins Spiel kommen zu lassen. Tiefer als wir heute kann man eigentlich nicht mehr stehen. Wir hatten viel Glück, viel Leidenschaft und einen guten Keeper.“

Khedira kritisiert Baum

Baum freute sich trotzdem natürlich „über den Punkt“. Dass aber auch beim FCA nicht alle froh waren, bewies Ex-RBler Rani Khedira. „Wir haben uns nicht befreien können, in dem wir Konter gesetzt hätten. Das war nicht gut. Was gut war, war, dass wir gut verteidigt und relativ wenig zugelassen haben gegen spielstarke Leipziger. Wir kämpfen ums Überleben in der Liga, von dem her muss man so spielen auswärts in Leipzig.“