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RB Leipzig gegen den FC Augsburg: Wer war Spieler des Spiels?

Rein wollte der Ball beim Spiel zwischen RB Leipzig und dem FC Augsburg nicht. (Foto: Imago)

Rein wollte der Ball beim Spiel zwischen RB Leipzig und dem FC Augsburg nicht. (Foto: Imago)

Das 0:0 zwischen RB Leipzig und dem FC Augsburg war nichts für Fußball-Feinschmecker. Über 90 Minuten verteidigte Augsburg mit zehn Spielern tief in der eigenen Hälfte. Leipzig rannte eher hilflos dagegen an.

Auf Leipziger Seite ragte kein Spieler komplett heraus. Willi Orban hatte die meisten klärenden Aktionen in der Defensive aller Spieler auf dem Feld. Marcel Sabitzer bereitete die meisten Torschüsse und schloss zusammen mit Timo Werner am häufigsten ab. Werner war nach seiner überstandenen Grippe sehr bemüht, aber auch sehr glücklos und ohne Durchschlagskraft. Kein einziges gewonnenes Dribbling konnte er in 90 Minuten verbuchen.

Ralf Rangnick bemängelt Timo Werners fehlende Durchschlagskraft

Auch Ralf Rangnick analysierte nach der Partie, dass dem Stürmer das Durchsetzungsvermögen im Zweikampf gefehlt habe. Mit den Diskussionen über die Verlängerung des Werner-Vertrages habe das aber nichts zu tun, sondern nur damit, dass Werner in der jüngeren Vergangenheit keine längeren Zeiten am Stück hatte, in denen er durchgängig trainieren konnte.

Auch die RB-Außenverteidiger waren gegen Augsburg wieder sehr agil. Marcel Halstenberg war der zweikampfstärkste Akteur seines Teams. Lukas Klostermann lief derweil so viel wie kein anderer RB-Spieler. In der Mitte der Verteidigungskette war Willi Orban derjenige, der die meisten Ballkontakte hatte und meist tief in der Augsburger Hälfte die meisten Pässe seiner Mannschaft spielte.

Rani Khedira als Spieler des Spiels in Leipzig

Auf Augsburger Seite überzeugte vor allem die Defensivorganisation. Für den Kicker (Print) war Rani Khedira der Spieler des Spiels. Der Ex-RBLer habe „seine Nebenleute umsichtig organisiert, zeigte sich zweikampfstark und stellungssicher“. Zusammen mit Innenverteidiger-Kollege Kevin Danso und Torwart Gregor Kobel bildete Khedira ein unbezwingbares Bollwerk im Zentrum.

Khedira schaffte es damit auch in die Elf des Tages beim Kicker. Allerdings ist es nur die vorläufige Elf des Spieltags, da am Montagabend noch Düsseldorf gegen Frankfurt spielt. Aus dem RB-Team schaffte es niemand in die Spieltagself. Für den Kicker waren Peter Gulacsi, Willi Orban und Marcel Sabitzer die besten RB-Spieler.

Wer war RB-Spieler des Spiels beim 1. FC Nürnberg?

Marcel Halstenberg und Willi Orban als Most Involved Player (MIP)

Besonders getragen wurde das Spiel von RB Leipzig gegen den FC Augsburg von Defensivspielern. Willi Orban und Marcel Halstenberg waren mit Abstand am stärksten an den Spielstrukturen von RB Leipzig beteiligt. Das zeigt eine Analyse von read-the-game.com. Demnach hatten Orban und Halstenberg bei 105 bzw. 96 Spielepisoden ihre Füße im Spiel. Ibrahima Konaté und Tyler Adams folgen dann schon mit Abstand (72 bzw. 71).

Was die Beteiligung an Torschüssen anging, waren Willi Orban und Marcel Halstenberg auch ganz vorn mit dabei. An je acht Torschüssen waren die beiden Defensivspieler beteiligt. Nur Marcel Sabitzer kommt mit neun Torschussbeteiligungen auf einen höheren Wert (war aber nur in 51 Spielepisoden eingebunden). Kevin Kampl folgt mit sieben direkt hinter dem Trio.

Werner, Kampl, Sabitzer und Demme prägen Spiel von RB Leipzig

Über die Saison gesehen dominiert Timo Werner die Offensive von RB Leipzig wenn es um Torschüsse geht. An 121 Abschlüssen war der Stürmer beteiligt. Marcel Sabitzer und Kevin Kampl folgen mit 118 bzw. 115 Beteiligungen dahinter, sind aber stärker in die Spielstrukturen bei RB eingebunden als Werner.

Dort rückt vor allem Diego Demme in den Mittelpunkt, der an insgesamt 16% aller RB-Episoden beteiligt war. Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen folgen mit 14 bzw. 12%. Marcel Sabitzer und Kevin Kampl sind an je elf Prozent aller RB-Episoden eines Spiels eingebunden.

Wann immer der Ball von einem Team kontrolliert wird, nennen die Experten des Instituts für Spielanalyse (read-the-game.com) diese Phase Episode. Aneinander gereiht und ergänzt mit den Episoden des Gegners sowie der Chaos-Phasen, in denen keine Mannschaft den Ball unter Kontrolle hat, ergibt sich ein detailliertes Bild eines Spiels. Betrachtet und vergleicht man diese Episoden einer Partie mit denen einer ganzen Saison, erhält man ein Profil davon, wie Mannschaften Fußball spielen und zu Torerfolgen kommen.

(RBlive/ mki)