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Umwälzungen bei RB Leipzig auf der Torwartposition? – Frieder Schrof wirbt um Timo Werner

Muss Torwarttrainer Frederik Gößling (li) künftig mit neuen Torhütergesichtern arbeiten? (Foto: Imago)

Muss Torwarttrainer Frederik Gößling (li) künftig mit neuen Torhütergesichtern arbeiten? (Foto: Imago)

Schon im Winter war über Veränderungen auf der Torhüterposition bei RB Leipzig spekuliert worden. Aufgrund der starken Leistungen von Peter Gulacsi, der sich zu einem der besten oder sogar dem besten Torhüter der Bundesliga entwickelt hat, sind die Einsatzchancen für Yvon Mvogo und Marius Müller gering. Erst recht seitdem RB Leipzig nicht mehr europäisch spielt. In der Europa League hatte Rangnick in der Hinrunde rotiert und Mvogo statt Gulacsi spielen lassen.

Im Winter hatte sich Ralf Rangnick noch dagegen entschieden, einen der beiden Torhüter hinter Peter Gulacsi freizugeben. „Wenn wir es einem erlaubt hätten, dann hätten wir es auch dem anderen erlauben müssen“, skizziert er das Problem in BILD. Ein Abgang von gleich zwei Torhütern im Winter hätte ein zu großes Loch in den Kader gerissen. Dann hätte hinter Gulacsi nur noch Nachwuchsmann Julian Krahl zur Verfügung gestanden.

Gibt RB Leipzig gleich zwei Torhüter ab?

Für den Sommer steht nun aber ein Wechsel der Torhüter Nummer 2 und 3 erneut zur Debatte. „Die beiden wollen sicher woanders spielen“, sieht es Rangnick realistisch und hat auch Verständnis für den Wunsch. „Ich kann nachvollziehen, dass Yvon, auch im Sinne seiner Nationalmannschafts-Karriere, spielen möchte. Wenn er bei einem richtig guten Verein Spielzeit bekommen kann, würden wir ihn möglicherweise ausleihen.“

Verkaufen möchte Ralf Rangnick seinen Schweizer Keeper aber nicht. Mvogo könne „mittel- und langfristig“ die Nummer 1 bei RB Leipzig werden. Deswegen plane man weiter mit ihm. Die Verträge von Yvon Mvogo und Marius Müller laufen jeweils 2021 aus. Julian Krahl ist ab Sommer nicht mehr in der U19 von RB Leipzig spielberechtigt. Auch für ihn dürfte ein Wechsel zu einem Verein, wo er Chancen auf Spielzeit hat, die beste Option sein.

Entsprechend könnten gleich drei der aktuell vier RB-Torhüter RB Leipzig nach Ablauf der Spielzeit verlassen. Dann müsste Ralf Rangnick die Torwartposition des Vereins fast komplett neu besetzen. Neben einem Keeper aus dem eigenen Nachwuchs als Nummer 4 bräuchte es zwei weitere Torhüter, die im Notfall Bundesliganiveau hätten, sich aber ohne zu Klagen auch hinter Peter Gulacsi auf die Bank setzen.

Frieder Schrof nutzt bei Timo Werner seinen Status als Vertrauensperson

Kein Kandidat für die Bank ist im Normalfall Timo Werner. Dessen Zukunft ist weiter ungeklärt. Es geht um die Frage, ob er seinen Vertrag bei RB Leipzig verlängert oder im Sommer den Klub verlässt. Wenn es nach Frieder Schrof geht, dann bleibt der Stürmer noch länger bei seinem aktuellen Klub. Der RB-Nachwuchschef, der als einer der Entdecker von Timo Werner gilt, glaubt dass das für die sportliche Entwicklung des Stürmers die beste Entscheidung wäre.

„Timo weiß, wie es sportlich für ihn laufen könnte. Er ist im Verein und bei den Fans anerkannt und beliebt und fühlt sich zudem in Leipzig wohl. Das alles täte ihm auch weiterhin gut“, erklärt er in Sportbild (Print). Schrof sieht sich selbst als „Vertrauensperson und Ratgeber“ für Werner. „Er weiß, dass mir sein weiterer sportlicher Weg wichtig und eine Herzensangelegenheit ist.‘‘ Man versuche bei RB alles, „Timo zu überzeugen, seinen Weg auch weiter in Leipzig zu gehen und sich hier weiterzuentwickeln“.

In Leipzig sei Timo Werners Weg „explosionsartig nach oben“ gegangen. „Das hat noch mal unterstrichen, dass der Schritt total richtig und perfekt für seine weitere Entwicklung war.“ Für den 23-Jährigen sprechen „Schnelligkeit, feiner Charakter, Top-Elternhaus und richtig gute Mentalität“. Ob diese Mischung am Ende auch dazu führt, dass Werner bei RB Leipzig verlängert, bleibt aber weiter unklar.

(RBlive/ mki)