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Chancenlose Bundesliga? Rangnick sieht „keinen Notstand“

Ralf Rangnick findet nicht, dass die Bundesliga in Not ist. Foto: imago

Ralf Rangnick sieht trotz eines Champions-League-Viertelfinals ohne deutsche Mannschaft keinen Notstand im deutschen Fußball.

Englische Mannschaften mittlerweile „mit drei K’s“

Die jüngsten Ergebnisse seien bis auf die 0:7-Klatsche für den kommenden Gegner FC Schalke 04 nicht aussagekräftig genug. „Liverpool war gut, aber nicht sehr gut. Das hat gereicht, souverän und klar zu gewinnen. Das war aber nicht das Bayern der letzten Wochen.“ Das Ausscheiden von Dortmund gegen Tottenham habe ihn in der Klarheit überrascht, führe aber nicht zu einer Grundsatzdiskussion über die Leistungsdichte der Bundesliga.

„Drei K’s“ sah Rangnick als Gründe für die Dominanz der englischen Mannschaften: Neben dem Kapital seien in der Premier League mittlerweile auch Kompetenz vorhanden. „Inzwischen hat man erkannt, dass es auch richtig gute Trainer braucht.“ Dadurch sei ein Konzept erkennbar, was die Spielweise auf dem Platz und die Netzwerke angeht. „Dann passiert es eben, dass vier englische Clubs unter den letzten acht sind.“

Ralf Rangnick: RB ist mit eigener Identität auf dem richtigen Weg

Im Konzert der großen Topclubs könntn „finanziell nur der BVB und die Bayern mithalten“, die übrigen bräuchten eine eigene Identität für den Erfolg. „Jeder der deutschen Vereine muss seine Mittel und Wege finden, sich weiterzuentwickeln.“ Die sieht Rangnick in Leipzig durchaus gegeben. „Wenn Kimmich gespielt hätte, hätte ich gestern vier Spieler gesehen, die eine RB-Vergangenheit haben. Das zeigt, dass wir mit unserem Weg nicht falsch liegen.“

Julian Nagelsmann: „Nicht so viel jammern“

Auch der künftige RB-Trainer Julian Nagelsmann findet: „Einfach nicht so viel jammern, sondern akzeptieren, wie es ist!“, sagte der 31-Jährige, der mit der TSG als Neuling selbst in der Vorrunde der Königsklasse gescheitert war, am Donnerstag. Angesichts der Schere zwischen Bundesliga und Premier League empfahl Nagelsmann: „Weiter versuchen, gut Talente auszubilden, dass wir durch günstige Investitionen trotzdem Topspieler rauskriegen. Es wird ein paar Jährchen dauern und wir dürfen den Weg nicht verlassen.“ Ab Juli kann er diese These mit RB Leipzig untermauern.

(mit dpa)