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Schalke 04 gegen RB Leipzig: Wer war Spieler des Spiels?

Willi Orban war beim Spiel von RB Leipzig auf Schalke voll im Luftzweikampfelement. (Foto: Imago)

Willi Orban war beim Spiel von RB Leipzig auf Schalke voll im Luftzweikampfelement. (Foto: Imago)

Beim 1:0 beim FC Schalke 04 blieb RB Leipzig erneut ohne Gegentor. Es war bereits das 13. Zu-Null-Spiel in dieser Saison. Mit 20 Gegentreffern ist RBL das defensiv mit Abstand beste Team der Bundesliga. Erst drei Tore hat das Rangnick-Team seit der Winterpause in neun Spielen kassiert.

Willi Orban mit Lob vom Trainer für viele klärende Aktionen

Nach dem Spiel auf Schalke war Ralf Rangnick trotzdem mit seiner Defensive nicht 100% zufrieden. Die hatte überdurchschnittlich viele Torschüsse zugelassen. Vor allem Marcel Halstenberg und Ibrahima Konaté hatten nicht zur Zufriedenheit des Trainers agiert, während Lukas Klostermann und Willi Orban Lob abbekamen. Willi Orban war dabei erneut der Kopf der Mannschaft. Mit elf gewonnenen Kopfballduellen und 15 klärenden Aktionen war er der auffälligste Defensivspieler auf dem Platz.

Im Mittelfeld war Tyler Adams mit 85 Ballkontakten der spielbestimmende Akteur. Vor allem in Luftzweikämpfen hatte der Sechser allerdings Probleme. Marcel Sabitzer war der Mann mit den meisten Torabschlüssen. Viermal schoss er auf das Schalke-Tor, zweimal ging der Ball aus guten Positionen daneben, zweimal wurde er abgeblockt.

Ibrahima Konaté als bester Akteur bei RB Leipzig

Der Kicker (Print) sah derweil in Ibrahima Konaté den Spieler des Spiels, trotzdem der von Ralf Rangnick defensiv mit einer eher schwächeren Leistung gesehen wurde. Konaté hatte deutlich weniger klärende Aktionen als Orban (8), eine schwächere Zweikampfquote, die schlechteste Passquote aller RB-Startelfspieler und die geringste Laufleistung aller Feldspieler, die über 90 Minuten auf dem Platz standen.

„Körperlich war sein Gegenspieler Embolo zwar nicht minder robust, doch ihn hatte Ibrahima Konaté durch beherztes Auftreten und eine vorausschauende Spielweise gut im Griff“, sah der Kicker ein gutes Spiel vom französischen U21-Nationalspieler. Auch Tyler Adams sah das Blatt auf diesem Niveau.

Auf Schalke-Seite ragte demnach Alexander Nübel heraus. Der hatte vor allem vor dem 0:1 beim Schuss gegen Yussuf Poulsen herausragend gehalten, war dann aber beim Nachschuss von Timo Werner machtlos. Auch bei Flanken und in sonstigen Situationen zeigte sich Nübel ruhig und sicher.

Wer war RB-Spieler des Spiels beim FC Schalke 04?

Marcel Sabitzer als Most Involved Player (MIP)

Besonders getragen wurde das Spiel von RB Leipzig beim FC Schalke 04 von Marcel Sabitzer. An sieben von 15 Torschüssen war der Österreicher beteiligt. Topwert unter den RB-Spielern vor Emil Forsberg und Timo Werner, die bei je sechs Torschüssen ihre Füße im Spiel hatten. Das zeigt eine Analyse von read-the-game.com. Zudem war Sabitzer an 15% aller Spielepisoden beteiligt, der fünftbeste Wert bei RB Leipzig.

Diesbezüglich war mal wieder Marcel Halstenberg mit der Beteiligung an 18% aller Spielepisoden seines Teams der herausragende Akteur. Der Linksverteidiger spielte allerdings ungewöhnlich viele Fehlpässe (drittschlechteste Passquote bei RBL) und verlor zu viele Bälle. Tyler Adams und Willi Orban hatten auch größeren Einfluss auf die Spielstrukturen von RB Leipzig.

Werner, Kampl, Sabitzer und Demme prägen Spiel von RB Leipzig

Über die Saison gesehen dominiert Timo Werner die Offensive von RB Leipzig wenn es um Torschüsse geht. An 127 Abschlüssen und an 16 Toren war der Stürmer beteiligt. Marcel Sabitzer und Kevin Kampl folgen mit 125 bzw. 120 Beteiligungen an Torschüssen, allerdings nur neun bzw. zehn Beteiligungen an Toren dahinter, sind aber stärker in die Spielstrukturen bei RB eingebunden als Werner.

Dort rückt vor allem Diego Demme in den Mittelpunkt, der an insgesamt 15% aller RB-Episoden beteiligt war. Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen folgen mit 14 bzw. 12%. Marcel Sabitzer und Kevin Kampl sind an zwölf bzw. elf Prozent aller RB-Episoden eines Spiels eingebunden.

Wann immer der Ball von einem Team kontrolliert wird, nennen die Experten des Instituts für Spielanalyse (read-the-game.com) diese Phase Episode. Aneinander gereiht und ergänzt mit den Episoden des Gegners sowie der Chaos-Phasen, in denen keine Mannschaft den Ball unter Kontrolle hat, ergibt sich ein detailliertes Bild eines Spiels. Betrachtet und vergleicht man diese Episoden einer Partie mit denen einer ganzen Saison, erhält man ein Profil davon, wie Mannschaften Fußball spielen und zu Torerfolgen kommen.

(RBlive/ mki)