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3:5-Pleite gegen Stettin – Torpremiere für Haidara

RB Leipzig hat im Testspiel gegen den polnischen Ligavierten Pogon Stettin mehr Tore gefangen als in allen Spielen der Rückrunde bislang. Nach 2:0-Führung durch Jean-Kévin Augustin (12.) und Matheus Cunha (24.) und dem zwischenzeitlichen 3:2 durch den Premierentreffer von Amadou Haidara (51.) brach die junge Defensive des Rumpfteams weg und kassierte in den letzten 20 Minuten noch drei Gegentreffer.

Vor 411 Zuschauern am Cottaweg hatte RB gegen die robusten Polen von Beginn an nicht mehr als nötig getan. Von den Profis waren lediglich fünf Akteure dabei, der Kader wurde mit U19-Spielern aufgefüllt. Vor allem die gesamte Defensive bildeten Nachwuchskräfte. Stettin, das auch ohne sieben Nationalspieler auskommen musste, begann zwar besser, RB erzielte allerdings durch zwei Chancen zwei Tore – effektiv. Cunha bereitete erst Augustins Treffer vor und erzielte dann das 2:0 durch einen Schlenzer selbst.

Schwacher Auftritt von Keeper Marius Müller

Dass Stettin noch vor der Pause herankam, hatte auch mit der schwachen Leistung von Torhüter Marius Müller zu tun, der beim 1:2 durch Zyro nicht konsequent herauslief, sodass der Pole den Ball über Müller hinweg ins Tor lupfte (38.). Beim Ausgleich unterlief der Keeper eine Ecke, die Drygas nach Strafraumgewühl ins Tor beförderte (44.).

Wenig zu sehen war in der ersten Hälfte von Amadou Haidara, der in der zweiten Hälfte präsenter wurde, mehr Szenen nach vorn hatte und sein erstes Tor per Distanzschuss erzielte. Ausgepumpt wurde der Malier in der 72. Minute ausgewechselt. Der Ex-Salzburger deutete gegen die teils ruppigen Gäste nur an, wozu er zu leisten im Stande ist.

Kein Kommentar von Ralf Rangnick

Nachdem der schwache Augustin eine hundertprozentige Torchance vergeben hatte (68.), legten die Polen zu und machten binnen zehn Minuten alles klar. Die junge Leipziger Abwehr zahlte in dieser Phase mächtig Lehrgeld und musste entnervt drei weitere Gegentore hinnehmen.

Erst patzte erneut Müller und ließ einen Freistoß von Ricardo Nunes durchrutschen (69.). Zudem trafen Hostikka (70.) und Sadowski (77.). Danach gaben sich die Hausherren auf, bis auf Cunha war von den anderen Profis nichts mehr zu sehen. Insbesondere Augustin und Bruma blieben prägnante Aktionen schuldig. Trainer Ralf Rangnick mochte den Auftritt nicht kommentieren und verschwand sofort in der Kabine. (RBlive/ukr)

Das Spiel zum Nachlesen im RBlive-Liveticker.