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Forsberg-Berater nach Länderspiel-Wirbel: „Emil hätte in Deutschland bleiben sollen“

Janne Andersson gab zu, er habe mit Forsberg besser kommunizieren können. Foto: imago/Bildbyran

Janne Andersson gab zu, er habe mit Forsberg besser kommunizieren können. Foto: imago/Bildbyran

Viel Krach gab es um Emil Forsberg nach seiner vorzeitigen Abreise von der Nationalelf wegen Leistenproblemen. Spekuliert wurde in Schweden, dass Forsberg das Nationalteam ausschließlich deswegen verlassen habe, weil er wegen seiner frühzeitigen Auswechslung im Spiel gegen Rumänien sauer gewesen sei.

Befeuert wurden diese Spekulationen von einem BILD-Artikel, der davon ausging, dass Emil Forsberg am Wochenende für RB Leipzig im Spiel gegen Hertha BSC wieder mitwirken kann, die Forsberg-Verletzung also als Abreisegrund nur vorgeschoben war.

Emil Forsberg von Auswechslung nicht begeistert – Nationaltrainer mit mangelhafter Kommunikation?

Bestätigt wird von Cetinkaya im Interview mit expressen.se, dass Emil Forsberg von seiner Auswechslung beim Schweden-Spiel wenig begeistert war. „Das liegt daran, dass es keine Kommunikation zwischen Emil und Janne Andersson [schwedischer Nationaltrainer/ Anm. RBlive] gab. Janne hat hinterher gesagt, dass er Emil nur 60 Minuten spielen lassen wollte, aber Emil wusste davon nichts.“ Als Trainer müsse man über so etwas vor Spielen mit Spielern reden.

„Janne hat es nicht kommuniziert und das ist ein Fehler gewesen. Emil wäre besser auf die Auswechslung vorbereitet gewesen.“ Zwei Tore habe der Mittelfeldmann vorbereitet und sich frisch gefühlt. „Wenn ich Spieler wäre, wäre ich auch sauer gewesen. Das ist eine normale Reaktion eines Spielers dieser Qualität“, so Cetinkaya.

Mangelhafte Kommunikation bestätigte auch Janne Andersson, der sich beim RB-Spielmacher entschuldigte. „Ich war wohl nicht deutlich genug in meinen Aussagen, und da haben wir uns offensichtlich missverstanden. Wenn Emil will, können wir darüber reden“, wird Andersson im Kicker zitiert.

Emil Forsberg hätte gar nicht zum Nationalteam reisen sollen – RB Leipzig sauer?

Aus Sicht von Cetinkaya wäre es sogar besser gewesen, wenn Emil Forsberg „angesichts seines körperlichen Zustands“ gar nicht zum schwedischen Team gereist wäre. „Er hat sich für das Nationalteam geopfert, obwohl er so lange verletzt war. Normalerweise hätte er die Nominierung nicht annehmen dürfen. Emil hätte in Deutschland bleiben sollen, aber er liebt es Teil der Nationalmannschaft zu sein“, so der Berater weiter über Forsbergs Motive.

RB Leipzig soll mit der Forsberg-Reise zum Nationalteam auch unzufrieden gewesen sein. „RB ist auch nicht glücklich mit der Situation.“ Der Verein habe bereits auf die Nominierung mit Unverständnis reagiert und Forsberg damit in eine Klemme gebracht. „Aber Emil wollte trotzdem Teil des Nationalteams sein und nun gibt es da Idioten, die gegen ihn hetzen.“ Wenn Forsberg am heutigen Dienstag im Länderspiel gegen Norwegen noch mal angetreten wäre und sich dann verletzt hätte, hätte man ihn in Leipzig gesteinigt.

Auch die Reaktion des schwedischen Verbands habe Cetinkaya nicht gefallen. Der hatte noch am Sonntagmorgen erklärt, dass man von einer Abreise Emil Forsbergs nichts wisse. Auch hier widerspricht der Forsberg-Berater. Schon Samstagabend habe Forsberg mit den Ärzten gesprochen und gefühlt, dass er ein weiteres Spiel nicht riskieren kann. Aber die schwedischen Betreuer haben das noch einen Tag beobachten wollen. „Es ist traurig für die Nationalelf, dass sie ihre Spieler nicht besser schützen“, meint Cetinkaya auch im Hinblick auf das öffentliche Echo im Anschluss, das Forsberg zum Buhmann machte.

(RBlive/ mki/ msc)